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Welsangeln – Infos und Tipps, wie der Waller am Haken landet (Teil 2)

durch Philipp Bugert auf January 21, 2020

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In unserem ersten Teil haben wir dir schon viele nützliche Infos und Tipps über das Welsangeln mit auf den Weg gegeben. Falls du dich für die Jagd nach dem Unterwasserbewohner interessierst und den ersten Teil noch nicht gelesen hast, kannst du dies unter diesem Link nachholen. Im zweiten Teil unseres Blogbeitrages möchten wir dich bei diesem Thema mit weiteren nützlichen Punkten unterstützen. Dieser Teil sollte dir abschließend einen weiteren Rundumblick verschaffen, sodass du dich deinem nächsten Angelabenteuer gut vorbereitet zuwenden kannst.

Der Wallergriff - die Alternative zum Kescher

Welse können auf Grund der enormen Ausmaße nicht einfach mit einem herkömmlichen Kescher an Land gebracht werden. Vielmehr musst du bei ihm zu rabiateren Mitteln greifen, um am Ende einen Erfolg feiern zu können. Der Wallergriff schafft schnell Abhilfe und verspricht Erfolg.

Die Zahnplatte des Unterkiefers ist indes die perfekte Stelle, um mit den Fingern kraftvoll zuzugreifen und eine gewisse Stabilität aufzubauen. Nimm zeitgleich auch die geballte Power deines Daumens mit und drücke von unterhalb gegen den Unterkiefer des Welses. Du wirst sehen, dass sich mit dieser Grundhaltung selbst der schwerste Brocken zielsicher aus dem kühlen Nass hieven lässt.

Angelst du beispielsweise von einem Boot aus, lässt sich der Fisch im Anschluss ideal und unkompliziert über die Reling ins Innere befördern. Pass an dieser Stelle unbedingt darauf auf, dass dieses Hineinwuchten ausschließlich über die Rückenseite des Meeresbewohners vonstattengeht. Wird er über den Bauch hinweg ins Boot gezogen, besteht die Gefahr, dass der Wels sich verletzt und unnötige Schmerzen erleidet.

Schaue im Fachgeschäft deines Vertrauens nach, ob sie die passenden Landehandschuhe führen. Die Zähne des Wallers können trotz des vergleichsweise geringen Schärfegrades der Haut des Menschen dennoch ordentlich zusetzen. Dieses Risiko fällt mit derartigen Handschuhen weg und ihr könnt den Fisch zusätzlich mit besserem Halt anpacken.

Die Beachtung der geltenden Gesetze

Auch wenn es viele Gesetze in Deutschland gibt, die auf kompletter Bundesebene greifen, so gibt es auch welche, die an die jeweiligen Gegebenheiten der Bundesländer angepasst sind. Dies bedeutet, dass du dir im Vorfeld dieses Wissen exakt aneignen solltest, bevor der Ausflug beginnt. Das Portal Blinker.de hat diesbezüglich eine tolle Auflistung veröffentlicht, die die jeweiligen Anforderungen nach Bundesländern sortiert. In der Regel unterteilen sich die Punkte besonders in die zwei folgenden Kategorien:

 

  • Mindestmaß
  • Schonzeiten

Die Beachtung der beiden Punkte ist nicht nur wichtig, wenn es um das direkte Beangeln des Wallers oder Fischarten im Allgemeinen geht. Auch die Verwendung des Köderfisches muss mit Hinblick auf die Gesetzeslage berücksichtigt werden und ggf. an diese angepasst werden.

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Infos über die Köder beim Welsangeln

Der Waller lässt es sich gerne schmecken und greift dabei nicht gerade auf eine kleine Speisekarte zurück. Der Gigant lässt sich von diversen Leckereien betören, was wiederum für dich bedeutet, dass du in der Auswahl deines Köders alles andere als eingeschränkt bist. Es ist immer ratsam viele verschiedene Optionen mit dabei zu haben, um während des Angelausfluges auszutesten, was dem Wels an diesem Tag besonders genehm ist. Wir haben dir in folgendem Abschnitt einige Köder zusammengefasst, die beim Fisch durchaus auf reges Interesse stoßen könnten.

 

Fische als Köder

Es ist naheliegend, dass man bei der Köderauswahl in erster Linie das berücksichtigt, mit dem der Fisch sich tagtäglich am meisten konfrontiert sieht. Fische sind die Hauptnahrungsquelle des Wallers und sollten somit immer mit dabei sein. Der Wels wird sich nicht sonderlich daran stören, dass der Köderfisch bereits tot ist und die Bewegungen nicht ganz denen eines lebendigen Fisches gleichen. Die Strömung sorgt meistens dafür, dass der Köderfisch dennoch einen beweglichen Eindruck hinterlässt und interessant für den Unterwasserriesen wirkt. Vor allem die zwei folgenden Köderfische könnten dafür sorgen, dass deine Angelunternehmung positive Resultate verbucht:

 

  • Karausche
  • Giebel

Die Karausche ist als Köder beim Welsangeln äußerst effektiv, man muss bei der Nutzung jedoch einige gesetzliche Aspekte beachten. So ist der Einsatz als Köderfisch beispielsweise in Rheinland-Pfalz oder Hessen strengstens verboten. In anderen Bundesländern sind wiederum die bereits im vorherigen Abschnitt angesprochenen Punkte der Schonzeit und des Mindestmaßes zu beachten. Die Karausche ist vermehrt in stark bedrohten Lebensräumen auffindbar, sodass der Fisch in Deutschland auf der roten Liste vorzufinden ist. Vergewissere dich vorab über die genauen Gegebenheiten und du wirst sehen, dass dieser Köderfisch beim Waller hoch im Kurs steht.

Der Giebel wird oftmals mit der Karausche verwechselt und umgekehrt. Auch er weist dementsprechend einen karpfenähnlichen Körperbau auf und kann somit ideal für die Jagd nach dem Waller verwendet werden. Bei diesem Köderfisch müssen keine Mindestmaße und Schonzeiten beachtet werden, was das Angeln und die vorherige Planung um ein Vielfaches erleichtert. Du kannst ihn über das gesamte Jahr hinweg als Köder nutzen, sodass der unkomplizierte Eindruck auch an dieser Stelle greift. Verwende ihn entweder als Ganzes, oder schneide ihn in kleinere Fetzen. Beide Varianten werden vom Waller meist ausgezeichnet angenommen.

 

Weitere Köder für die Jagd nach dem Wels

Auch abseits der Köderfische gibt es viele verschiedene Varianten, mit denen man den Wels in Richtung Biss bewegen kann. In diesem Abschnitt möchten wir euch einen tieferen Einblick über den weiteren Speisezettel des Welses liefern und euch mit Infos und Tipps versorgen. Folgende Köder sind unter anderem möglich:

 

  • Tauwürmer
  • Blutegel
  • Tintenfische
  • Hühnerinnereien & Leber

Tauwürmer können sozusagen als Urgesteine unter den Welsködern betitelt werden und haben eine äußerst vielseitige Art. Die Beschaffung gestaltet sich zeitsparend, unkompliziert und günstig. Sie sind in jedem Fachgeschäft erhältlich und können auch Online ganz gemütlich nach Hause bestellt werden. Nimm während des Welsangelns ein dickes Bündel von ca. 25 Würmern und platziere sie an dem Haken. Die Wahl zwischen Drilling und Einzelhaken ist erstmal zweitrangig. Beachte einfach nur, dass die Spitzen frei bleiben sollten.

Blutegel genießen noch einen leicht exotischen Status, können aber während der Wallerjagd äußerst effektiv sein. Oftmals überstehen sie auch einen Fehlbiss schadenfrei, sodass sie sich direkt wieder nutzen lassen. Die Bewegungen im kühlen Nass locken Welse hervorragend an.

Tintenfischtuben wirken Unterwasser für Waller so, als würde es sich um ein fettes Bündel voller Würmer handeln. Dementsprechend kannst du dir sicherlich bereits denken, wie attraktiv die Nutzung ist und mit welch einem hohen Erfolg sie verknüpft sein kann. Es empfiehlt sich, die Tintenfische nach dem Kauf mehrere Tage liegen zu lassen, damit sich nach einer gewissen Zeit ein intensiver Geruch bildet. Dieser wirkt im Einsatz nochmal zusätzlich auf den Fisch ein und ködert ihn.

Ähnlich solltest du dich im Vorfeld während der Präparierung der Hühnerinnereien bzw. der Leber verhalten. Nachdem die Köder abgetaut und mehrere Tage stehen gelassen worden sind, werden auch sie ganz spezielle Geruchsstoffe bilden, die den Wels im Wasser anlocken. Neben dem Huhn, können auch Innereien von Rindern und Schweinen ausgezeichnet verwendet werden.

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