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5 Tipps, wie du eine mehrmonatige Weitwanderung schaffst

durch Philipp Bugert auf August 09, 2019

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Einmal aus dem Trott des Alltags ausbrechen! Einmal alles hinter sich lassen und sich nur auf das Wesentliche konzentrieren! Einmal im Leben verspüren, was es heißt nicht vom Konsum abhängig zu sein. Einfach nur von Tag zu Tag leben und Schritt für Schritt seinem angepeilten Ziel näher kommen. Endlich, ein einziges Mal den gesamten Ballast der Vergangenheit hinter sich lassen und sich selbst aus der Wohlfühlzone hinauskatapultieren. Die Natur, die Freiheit, die Anstrengung, der Schweiß und alles das, was das Leben überhaupt erst lebenswert macht ohne Ablenkung auf sich einwirken lassen. Weitwanderwege geleiten dich nicht nur von A nach B, sondern vielmehr bewegen sie deinen Geist. Wolfgangs zeigt dir in 5 Abschnitten, wie du dich auf eine mehrmonatige Weitwanderung bestens vorbereiten kannst.

Das richtige Equipment

Der Rucksack ist dein Kleiderschrank. Das Zelt ist dein Apartment. Der wasserdichte Essensbeutel ist deine Vorratskammer und deine Regenkleidung ist dein vor Nässe schützendes Abdach. So oder so ähnlich muss man es auf einer Weitwanderung sehen, denn – alles was du bei dir trägst wird für die nächsten Monate dein einziger Besitz sein. Umso wichtiger ist es also, dass dieses Equipment zu 100 Prozent deinen Bedürfnissen entspricht und ebenfalls zu deinem Reiseziel passt.

Schnell ein Menü auf der Herdplatte kochen? Fehlanzeige!

Dein ultraleichter und gut zu verstauender Gaskocher ist dein neuer bester Freund und zaubert dir deine tagtäglichen Menüs herbei, und das sogar vor einer täglich wechselnden Kulisse. Du kannst es dir nicht erlauben, dass auch nur ein Teil lediglich 90 Prozent Leistung erbringt. Dein Equipment schützt dich, gibt dir mentale Kraft und bringt dich über mehrere Monate hinweg ans Ziel. Riskiere es nicht jeden Abend auf einer ungemütlichen Matratze schlafen zu müssen und deinen nächsten Tag gerädert zu beginnen. Kaufe dir kein Zelt, bei dem du schon vorab weißt, dass der Regen eventuell durchdringen könnte. Nasses Equipment lässt sich unterwegs eher weniger gut trocken und auslüften.

Sei dir von Kopf bis Fuß über dein Equipment bewusst und du wirst sehen, dass dies ein extrem wichtiges Grundgerüst ist, um über längere Zeit bestehen zu können.

Step by Step - in kleinen Schritten denken

Es ist wichtig, dass man auf Weitwanderwegen in kleinen Etappen denkt und sich nicht schon direkt mit dem Zieleinlauf beschäftigt. Glaube uns, wenn wir dir sagen, dass während der vielen Monate einige Bewährungsproben auf dich zukommen werden und es sich nicht lohnt, sich all zu früh mit dem Ende des Weges zu beschäftigen. Wer in kleinen Schritten und Etappen denkt, der wird auch mehr Bestätigung und mehr Motivation zurückbekommen.

Versuche dir Wochenziele zu setzen.

Nur noch 5 Tage, bis ich die nächste Stadt erreiche und erstmal im Restaurant ordentlich was essen werde“.

Diese 5 Tage sind für den Kopf viel leichter zu verarbeiten, als wenn du dich bereits mit dem Ziel in mehrmonatiger Entfernung befasst. Kleine Ziele erzeugen große mentale Stärke. Weniger ist hier ganz klar mehr. Wer ein Haus baut fängt auch nicht direkt beim Dach an. Setze dir kleine Ziele und gieße erstmal das Fundament, bevor du daran denkst eine Mauer hochzuziehen.

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Schlechte Tage akzeptieren

Jeder Mensch hat schlechte Tage und du solltest sie am besten auch auf dem Weitwanderweg akzeptieren. Tendenziell werden dir vor allem in der Anfangsphase eher schlechte Tage verstärkt auffallen, weil du dich in einer Situation befindest, die dir gänzlich fremd ist. Der Körper muss sich an diese belastende und neue Lage erstmal gewöhnen und es wäre fatal, wenn du dich diesen auftauchenden schlechten Stimmungen hergeben würdest.

Ganz im Gegenteil! Versuche schlechte Dinge nicht nur zu akzeptieren, sondern sie zu mögen. Lächle sie weg und du wirst sehen, dass meistens gar nicht viel schlimmes in ihnen steckt.

Rege dich nicht über Dinge auf, die du nicht ändern kannst.

Es regnet bereits seit 8 Stunden? Sehr gut! Sei froh darüber, dass deine Jacke nun mal wieder richtig schön sauber wird.

Ist der Gaskocher kaputt gegangen? Easy going – Die Riegel und Snacks kann man eh viel schneller essen und du kannst die Zeit für was anderes nutzen. Leichte Outdoornahrung wiegt auch viel weniger und sogar das Spülen fällt weg!

Versuche Dinge positiv zu sehen und dir wird positives widerfahren!

Höre auf das, was dein Körper dir mitteilen möchte

Platte und schmerzhafte Füße, und das bereits seit Tagen. Beim Wandern bergab schmerzen die Schienbeine irgendwie fürchterlich. Trotz des vielen Schlafs und des vielen Essens raubt einem das Wandern direkt jegliche Kraft. So oder so ähnlich könnten mögliche Szenarien aussehen, wenn der Körper einem etwas sagen möchte. Hör auf diese Signale des Körpers und versuche auch mal auf die Bremse zu drücken. Niemand jagt dich bis ins Ziel und du solltet dir auf einem Weitwanderweg die Zeit nehmen, dem Körper auch mal eine Pause zu gönnen.

Hike your own hike“ heißt es oftmals, wenn man treffend beschreiben möchte, dass nur du darüber entscheidest, wie deine Wanderung auszusehen hat. Selbst wenn kein anderer auf dem Wanderweg eine Pause einlegt und du jede Woche gleich zwei machst – mach das, was deinem Körper hilft und du wirst sehen, dass dich nur dieses Vorgehen ans Ziel bringen wird. Entschleunigung bedeutet nicht, dass du versagst, sondern dass du dich regenerierst. Der Körper und auch der Geist brauchen zwischendurch mal ein normales Bett und ein leckeres und ausgiebiges Essen, um einwandfrei funktionieren zu können. Provoziere keine Verletzungen oder körperliche Beeinträchtigungen durch eine zu ehrgeizige Marschrichtung.

Versuche immer gesund zu bleiben

Wasserquellen sind oft von schlechter Qualität, sodass man sich hier zweimal fragen sollte, ob man das kühle Nass als Trinkwasser nutzt. Erfolgt keine gründliche Filterung bzw. Säuberung des Wassers, ist in den meisten Fällen eine Magenverstimmung oder Erkältung vorprogrammiert. Mehrere Tage von der nächsten Stadt entfernt, ist hohes Fieber und eine Magen-Darm-Problematik keine schöne Sache. Versuche mit offenen Augen durch das Wanderer-Leben zu gehen und Dinge, wie beispielsweise die besagte Wasserquelle, kritisch zu hinterfragen. Diese Kritik stellt dann auf Dauer sicher, dass du weniger krank wirst.

Suche zudem deinen Körper auf Zecken ab und versuche im selben Atemzug aufzupassen, wo du dich hinsetzt. Gerade im hohen Gras lauern die kleinen Plagegeister des Öfteren und warten nur darauf, sich an deinem köstlichen Blut zu bedienen. Zecken können viele Probleme mit sich bringen, die einen Abbruch des Weitwander-Vorhabens zur Folge haben könnten.

Hinterfrage Dinge in der Natur, lasse zwischendurch die Vernunft und die Vorsicht walten und komme erfolgreich und heile am Ziel an.

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