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Tipps für Anfänger - Angelausflug nach Norwegen

durch Philipp Bugert auf June 05, 2019
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Nicht nur bei Hiking- und Outdoor-Begeisterten zählt Norwegen zu den Traumzielen, die es um jeden Preis zu bereisen gilt. Das Land kommt in einer schier nicht messbaren Schönheit daher, die eigentlich nur durch die vielfältige und breitgefächerte Tierwelt übertrumpft werden kann. Addiert man all diese Highlights zusammen, erhält man als Ergebnis ein Reiseziel, das einem ein unnachahmliches Naturgrundgerüst zu Verfügung stellt und das quasi zum greifen nah, in nur wenigen Stunden Flugzeit von Deutschland aus erreichbar ist.

Genau diese herausragenden Merkmale machen das in sattem grün getauchte und zeitgleich mit schroffen Felsen versehene Land auch bei Anglern aus aller Welt immer beliebter. Ein längerer Aufenthalt in der Natur ist eine atemberaubende und unnachahmliche Erfahrung. Springt einem die Tiervielfalt an Land nahezu direkt ins Auge und versetzt einen stundenlang ins Staunen, so sollte man nicht den Fehler machen und das bunte Treiben der Bewohner im Wasser unterschätzen.

Ein Angelausflug nach Norwegen ist ein Garant für unvergessliche Erinnerungen und ein Angelspaß in unnachahmlicher Manier.

Tipps für Anfänger

Speziell Angel-Neulingen fehlt es in der ersten Planungsphase einer solchen Reise an der notwendigen Erfahrungen, um anhand dessen die richtigen Weichen für den Trip zu stellen. Falls auch du darüber nachdenken solltest, bald deinen ersten Angelausflug nach Norwegen zu starten, ist es wichtig, dass du dir vorab die richtigen Fragen stellst und dir diese so ehrlich wie nur irgendwie möglich beantwortest. Da nicht jeder Ort in Norwegen pauschalisiert werden kann und dem anderen gleicht, ist es daher umso wichtiger, dass deine persönlichen Bedürfnisse in die Reiseplanung miteinfließen.

Welche Unterkunft ist die richtige für mich?

Eine entscheidende Rolle bei der Abwägung der persönlichen Bedürfnisse nimmt die Wahl der Unterkunft ein. Zwar haben sich bei Angelreisen nach Norwegen bestimmte Übernachtungsarten klar herauskristallisiert und bewährt, jedoch weisen alle unterschiedliche Eigenschaften, sowie Vor- und Nachteile auf, die man sich vorab bewusst machen sollte:

Ferienhaus/-wohnung: Norwegen besticht in vielerlei Hinsicht mit Dingen, die man sich in Deutschland kaum erträumen würde. Man kann jedoch auch sagen, dass dieses Angelerlebnis seinen Preis hat und das kann man vom Kern der Aussage her tatsächlich wortwörtlich verbuchen. Norwegen ist ein teures Land und dies spürt man als Angelreisender auch bei den angebotenen Ferienhäusern und -wohnungen. Somit solltest du dir ganz gezielt die Frage stellen, ob du diesen Luxus unbedingt benötigst, oder auch kostengünstigere Optionen für dich in Frage kommen könnten. Falls du dich für diese Art der Schlafstätte entscheiden solltest, trumpfen die meisten Ferienhausangebote mit tollen Features auf. So befinden sich die Mietobjekte meist in unmittelbarer Nähe zum Wasser und auch Fischverarbeitungstische stehen parat. Zudem kann der Fang komfortabel und mühelos in einer Gefriertruhe aufbewahrt werden. Für den zusätzlichen Angelspaß stehen meist sogar kleine Boote zur Verfügung.

Wie du siehst, bekommst du hier zu dem ohnehin schon einwandfreien und gemütlichen Schlafkomfort eines Hauses, zusätzlich noch ein erstklassiges Angel-Set und Umfeld geboten, welches dir den Start enorm erleichtert.

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Wohnmobil: Das Reisen mit dem Wohnmobil bietet dir ebenfalls ein hohes Maß an Komfort, zudem bringt es die Sicherheit mit sich, dass du deine Angelausrüstung erstklassig und sicher transportieren kannst. Offiziell ist das Wildcampen im Wohnmobil in Norwegen zwar verboten, jedoch wird es weitestgehend überall toleriert, sodass es sich vor Ort eher wie eine legale Handlung anfühlt. So, wie es eigentlich vom gesunden Menschenverstand her Normalzustand sein sollte, lautet das Motto auch hier, dass man seinen Campground stets von Müll und anderen Rückständen befreit, sobald man weiterzieht. Hält man sich an diese Regeln steht einem Angeltrip im Wohnmobil nichts im Wege.

Das hohe Maß an Flexibilität und Freiheit erlaubt es einem seine Spots, unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und Regeln, nahezu frei auszuwählen. Auch offizielle Campingplätze sind für einen humanen Preis auffindbar und stellen somit eine weitere attraktive Stellplatzoption dar. Lediglich beim Befüllen des Tanks werden die preislichen Unterschiede zu deutschen Spritpreisen nach oben hin schnell ersichtlich.

Zelten:  Zelten ist in Norwegen die perfekte Möglichkeit kostengünstig davon zu kommen. Das skandinavische Jedermannsrecht macht es möglich und sorgt dafür, dass man nahezu überall sein Zelt aufschlagen darf wo man möchte. Falls du also nach einer kostengünstigen Variante mit einem hohen Maß an Flexibilität Ausschau hältst, könnte die Antwort im Zelten liegen. Die Punktabzüge in Sachen Komfort sind meist schnell vergessen, sobald man sich inmitten der atemberaubenden Natur wiederfindet.

Selbstverständlich gilt es zu beachten, dass mit dieser Entscheidung elektronische Kühlungsmöglichkeiten für den Fang wegfallen. Viele nutzen diese Übernachtungsart in Ergänzung zu sich in der Nähe befindenden Mietwohnungen oder -mobilen.

Welche Fischart möchte ich zukünftig fangen?

Dies ist eine weitere wichtige Frage die es zu klären bedarf, nachdem man sich für seine passende Unterkunft entschieden hat. Nicht alle Fischarten in Norwegen verteilen sich gleichmäßig über die gesamte Wasserfläche des Landes. Einige lassen sich nur in bestimmten Teilen nieder, sodass man seinen Angelurlab in Norwegen danach ausrichten sollte, welchen Fang man beabsichtigt. Während der Planungsmaßnahmen sollte die Vorabunterteilung in Salzwasserfische und Süßwasserfische gegliedert werden:

Salzwasserfische in Norwegen sind Dorsch, Heilbutt, Hering, Köhler, Leng, Lumb, Makrele, Pollack, Rotbarsch, Schellfisch, Scholle, Flunder, Seehecht, Seeteufel, Steinbeißer, Steinbutt, Wittling und Wolfsbarsch.

Auf der Seite der Süßwasserfische hingegen, stehen Aal, Barsch, Forelle, Hecht, Lachs, Renke, Maräne, Meerforelle, Quappe, Saibling und Zander.

Auch solltest du beachten, dass einige Fischarten geschützt sein könnten, wie es beispielsweise beim Aal der Fall ist. Seit dem 01.01.2010 ist der Aal in Norwegen geschützt und muss somit wieder zurückgesetzt werden, falls es zu einem Fang kommen sollte. Beachte diese Regelungen und gesetzlichen Bestimmungen und nehme dir vorab genug Zeit, dich über diese und die Fischarten deiner Wahl ausreichend zu informieren.

Norwegen - ein geschichtsreiches Land

Die rund 2650 Kilometer lange Küstenlinie Norwegens hat eine geschichtsreiche Vergangenheit, die diese beachtliche Kilometeranzahl in Sachen Geschehnisse mühelos zu übertrumpfen weiß. Tatsächlich würde diese besagte Küstenlinie sogar auf rund 25.000 Kilometer Länge anwachsen, würden die unzähligen Fjorde mit hinzugezählt werden. Das Land der ehemaligen Wikinger setzt sich namentlich aus den Worten „Nor“ und Weg“ zusammen und fasst übersetzt die Herkunftsfrage erstklassig zusammen – „Die Heimat der Nordmänner“.

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Vom 09. – 11. Jahrhundert regierten die Wikinger das Land der Naturschönheiten und wurden im Anschluss von den dänischen Besatzern abgelöst. Sie regierten fortan die nächsten zwei Jahrhunderte dort und waren dafür verantwortlich, dass das Christentum Einzug erhielt. Erst im Jahr 1814 ging die Herrschaft an die Schweden über, da die Dänen im Napoleonischen-Krieg eine Niederlage einstecken mussten. Das immer stärker wachsende Nationalbewusstsein hatte Mitte des 19. Jahrhunderts den Höhepunkt erreicht, sodass Norwegen im Jahre 1905 seinen Unabhängigkeitsstatus erhielt.

Typisch norwegisch

So wie jedes Land für bestimmte Highlights, Eigenarten und Herausstellungsmerkmale berühmt ist, so gibt es auch in Norwegen die „Typisch norwegisch“ -Sparte, die die Lebensart und Verhaltensweisen teils gut widerspiegelt.

So werden in Norwegen beispielsweise alle Leute geduzt, wie man es auch schon aus dem englischen gewohnt ist. Großer Unterschied ist hier jedoch, dass man sich auch ausschließlich nur beim Vornamen nennt. Ganz egal, ob die Konversation zwischen einem Bauarbeiter und dem Premierminister stattfindet, oder zwischen dem Angeklagten und dem Richter – das „du“ gehört hier zum normalen Alltagston dazu und wird lediglich bei der Anrede des Königshauses pausiert.

Selbstverständlich ist der Norweger auch stolz auf seine einzigartige Natur und verbringt dementsprechend auch viel Zeit im erfrischenden Grün. An den Wochenenden fahren viele von ihnen hinaus in die Wälder und gehen dort angekommen dem Wander- und Angelsport nach, oder lassen sich mit Booten und Segelschiffen auf den vielen traumhaften Seen und Flüssen nieder.

In Sachen Alkoholgenuss wird der Norweger durch die hohen Preise in seiner Trinkeuphorie gebremst, sodass man des Öfteren in die Nachbarländer Dänemark oder Schweden ausweicht, um sich mit den Spirituosen einzudecken. Diese Grenztour ist unter dem Namen „harrytur“ bekannt, wobei das Wort „harry“ übersetzt so viel wie prollig heißt.

Ach ja - Eine Eigenart der Kategorie „Typisch norwegisch“, die unter anderem auch für einen Angelausflug wichtig sein könnte, sollte ebenfalls beachtet werden:

Wenn du zu schnell mit dem Auto- oder Reisemobil unterwegs bist, kann dies schmerzhafte Folgen für deinen Geldbeutel haben. Sogar eine Gefängnisstrafe ist rein theoretisch möglich, wenn man den Straßenverkehr zu stark missachtet. Die Einhaltung der strengen Straßenverkehrsgesetze ist somit äußerst empfehlenswert, da es sich im Knast tendenziell eher schlechter angeln lässt.

Verständigung in Norwegen - auf was muss ich achten?

Eine Verständigung sollte in Norwegen problemlos vonstatten gehen, da die Bevölkerung überdurchschnittlich gutes Englisch spricht. Viele der bei uns komplett synchronisierten Filme aus dem englischsprachigen Raum werden dort ausschließlich in der sprachlichen Originalfassung gezeigt, sodass die Norweger bereits sehr früh mit der Sprache in Berührung kommen und diese verstehen wollen/müssen. Ein Akzent ist aus diesem Grund teilweise kaum wahrnehmbar.

Zudem sprechen viele Bewohner auch akzeptables Deutsch oder können zumindest mit einzelnen Worten weiterhelfen. Mit „Händen und Füßen“ geht auf diese Art und Weise eine Kommunikation notfalls auch sehr positiv voran. Du brauchst vor deinem nächsten Angeltrip nach Norwegen somit keinerlei Sprachbarrieren befürchten, sondern kannst dich komplett auf dein anstehendes Abenteuer konzentrieren und die Vorfreude genießen.

Angeln in Norwegen - benötige ich einen Fischereischein?

Auch an dieser Stelle sollte man während der Reiseplanung grob in 2 Kategorien unterteilen, um sich ein übersichtlicheres Bild machen zu können. So kann man die Angelgebiete in Salz- und Süßwasser unterteilen und sich jeweils die zutreffenden Bestimmungen anschauen:

Salzwasser: Im Salzwasser ist das Angeln ohne Fischereischein (der fälschlicherweise auch oft Angelschein genannt wird) erlaubt. Auch ein Erlaubnisschein ist hier nicht notwendig, um seine Angelköder ins kühle Nass auszuwerfen. Solange man ausschließlich für den Eigenbedarf fängt, bleibt man an den Küsten von vielen Bestimmungen und Regelungen verschont und kann seinem Hobby in größter Tiefenentspannung nachgehen.

Einige Dinge gilt es dennoch zu beachten. Reusen, Netze und ähnliches sind strengstens verboten, man darf als Tourist also schlussfolgernd nur mit Handangeln arbeiten. Der Verkauf des Fangs ist somit logischerweise ebenfalls untersagt. Mindestens 100 m groß sollte der Abstand während des Angelns zur nächsten Fischfarm sein und einige Fischarten sind zudem ganzjährig geschützt, wie bereits am Anfang des Textes bei dem Aal angesprochen. Als Tourist darf man insgesamt 10 kg Fisch ausführen, einige Anglercamps bieten jedoch auch die Ausfuhr von 20 kg Fang an. Zudem sind stets die Mindestmaße der jeweiligen Fischarten zu beachten. Diese dürfen keinesfalls unterschritten werden. So muss ein Dorsch unterhalb des 62. Breitengrades z.B. eine Mindestlänge von 40 cm aufweisen. Versuche dich im Vorfeld über alle Einzelheiten der jeweiligen Fischarten genaustens zu informieren, um keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten. Die Abfrage von Änderungen und Informationen auf der norwegischen Fischereiministeriums-Homepage ist vor Reisebeginn immer empfehlenswert und nimmt lediglich wenige Minuten in Anspruch.

Süßwasser: Auch das Angeln im Süßwasser, sprich in Seen und Flüssen, geht mit bestimmten Regelungen einher, die man sich vorab in Ruhe verinnerlichen sollte. Ein Erlaubnisschein ist beim Süßwasserangeln stets Grundvorrausetzung. Der „Fiskekort“, wie der Schein in Norwegen heißt, ist immer für kleinere, regionale Abschnitte vorgesehen und gibt einem für diesen Teilabschnitt das „Go“. Den Schein der Begierde kann man auf mehrere Art und Weisen kaufen. Sehr beliebt und zeitsparend zugleich, ist der Kauf übers Internet oder per SMS. So hat man die notwendige Bescheinigung in nur wenigen Augenblicken bei sich und kann sofort seinem Hobby nachgehen. Aber auch an Tankstellen, Kiosks, Supermärkten und ähnlichen Geschäften erhält man die Möglichkeit den Fiskekort zu erwerben.

Diese Ausrüstungsgegenstände gehören in jeden Koffer

Wie bei vielen anderen Punkten zuvor bereits geschehen, muss man auch bei der Zusammenstellung der Angel-Packliste darauf achten, die Auswahl gedanklich in verschiedene Teilbereiche zu gliedern. Besonderes Hauptaugenmerk sollte dabei auf die passende Angelausrüstung gelegt werden. Hier empfiehlt sich die Unterteilung in Hochseeangeln und Fliegenfischen:

Hochseeangeln: Um auf jede Situation passend reagieren zu können bewährt sich meistens der Einsatz einer mittelschweren bis schweren Bootsrute. Zusätzlich sollte man jeweils eine Pilk- sowie Spinnrute als Bestandteil seiner Ausrüstung an Bord haben. Je nachdem auf welche Fangziele man es abgesehen hat, muss man auch hier nochmal Feinjustierungen an der Ausrüstung vornehmen. So auch in tiefen Gewässern – Hier ist eine starke Rute mit widerstandsfähigen Multirollen ein geeignetes Mittel, den schweren Unterwasser-Jungs gut vorbereitet entgegenzutreten. Auch Pilker, und Ködergewichte zwischen 100 – 500 Gramm gehören mit in den Koffer. Speziell beim Angeln vom Boot aus bewähren sich Pilker-Grammzahlen zwischen 100 – 400 Gramm hervorragend. Farbtechnisch sollte man in den norwegischen Gewässern auf silberfarbene Töne, mit leichten grün, blau und rot Akzenten setzen. Hat man es in den Gewässern auf die nicht gerade selten vorkommenden Leng und Lumb abgesehen, können auch Naturköder wie beispielsweise Hering- und Makrelenfetzen erfolgsversprechend sein. Da Pilker und Blei ein ordentliches Gewicht mit sich bringen, ist die Mitnahme speziell bei Angelausflügen, die mit dem Auto angefahren werden, empfehlenswert. Falls dein Transportmittel der Wahl das Flugzeug sein sollte, ist der Gebrauch von Twistern und Gummifischen eine vielversprechende und vergleichsweise leichtfüßige Alternative. Dorsche z.B. beißen bei dieser Herangehensweise schnell mal auf den appetitlich daherkommenden Gummiköder.

Fliegenfischen: Anders sieht die Packliste aus, wenn sich der Angelausflug größtenteils am Ufer, oder am See abspielen soll, so wie es beim Fliegenfischen der Fall ist. Bei kleineren Fischen wie beispielsweise dem Weißfisch, Barsch oder auch bei kleineren Forellen, empfiehlt sich die Verwendung einer Rute der Schnurklasse 5. Trockenfliege, Nymphe und Nassfliege lassen sich mit dieser Option erstklassig zum Fischen nutzen.

Eine Rute mit einem sehr breitgefächerten Anwendungsgebiet ist zudem eine Klasse 6 mit 270 cm Länge. Eine beschwerte Nymphe in Kombination mit einem kleinen Streamer, lässt auf diese Weise so manchen Zander schnell mal anbeißen und sollte somit auf jede Angelpackliste für Norwegen gehören.

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Neben der passenden Angelausrüstung sollte man selbstverständlich auch auf die klimatischen Gegebenheiten vorbereitet sein. Da es im „hohen Norden“ durchaus mal frostiger und windiger werden kann, sollte man, je nach ausgewählter Jahreszeit, auf die richtige Bekleidung setzen. Um auch längere Zeit am Ort des Geschehens ausharren zu können, ist eine dicke und wärmespendende Jacke unabdingbar. Gerade weil man sich bei dieser Freizeitaktivität nur phasenweise bewegt, sollte hier auf eine Jacke geachtet werden, die auch im Stillstand mit einer ausreichenden Wärmeleistung auftrumpfen kann. Eine Daunenjacke in Kombination mit einer wasserschützenden Oberjacke sorgt dafür, dass deine Laune während des Angelns so schnell nicht durch Wettereinflüsse getrübt werden kann.

Dementsprechend hoch sollte auch der Kälteschutz der Hände sein. Achte darauf warme Handschuhe auszuwählen, mit denen man aber dennoch ein gutes Greifgefühl hat. Die qualitativ hochwertigsten und wärmsten Handschuhe bringen dir nichts, wenn du mit ihnen beim Angeln nicht schnell genug reagieren kannst. Man sollte generell bei der Kleidungswahl darauf achten, dass die Stücke zu dem eigenen Kälteempfinden und der Jahreszeit passen.

Viele Angelbegeisterte, die mit dem Auto nach Norwegen anreisen, vergessen zudem, wie stürmisch es in dem Angelparadies zugehen kann. Es sollte somit nicht nur auf eine ausreichende und geeignete Bereifung gesetzt werden, sondern auch die Mitnahme von Schneeketten erweist sich als durchaus überlebenswichtig. In manchen Regionen Norwegens ist die Weiterfahrt nur auf diese Art und Weise möglich, sodass die Mitnahme teilweise sogar über den Gesamterfolg der Reise entscheiden kann. Starker Schneefall ist auch Anfang Mai keine Seltenheit in dem Land. Dies hat auch zur Folge, dass Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zwischen 1. November und 1. Mai gesetzlich immer mit Schneeketten ausgestattet sein müssen. Allein diese Reglung spiegelt den winterlichen und stürmischen Charakter des Landes wider. Man sollte dieses Thema definitiv mit dem nötigen Respekt und einer guten Vorbereitung angehen.

Do it yourself oder Reiseanbieter?

Das Land der Fjorde lässt sich mit vielen unterschiedlichen Transportmitteln erreichen. Zeitsparend lassen sich diverse Airports in Norwegen in nur wenigen Flugstunden von Deutschland aus problemlos ansteuern. Auch wer unter Flugangst leidet muss keineswegs verzagen, denn Norwegen ist auch mit dem Auto- und Reisemobil erstklassig erreichbar. Falls man sich für letztere Methode entscheidet, unterteilen sich die Anreisemöglichkeiten nochmals in die komplette Autodurchfahrt, und der „Mischanfahrt“ in Verbindung mit einer Fähre. Gerade für erstmalige Norwegen-Reisende stellt sich während der Planungsphase oftmals die Frage, welche der betitelten Fortbewegungsmöglichkeiten denn nun die beste ist.

Und überhaupt – Soll man sich den ganzen Stress überhaupt selbst antun, oder ist es sinniger diese Aufgabe in die Hände einer erfahrenen Reiseagentur zu legen?

Wolfgangs hat diesbezüglich einige Punkte durchleuchtet, um Licht ins dunkle zu bringen.

Die Anreise ohne die Hilfe von externen Experten ist zunächst einmal die günstigere Option, da man hier auf kein festgelegtes Paket angewiesen ist und demnach auch preisliche Vergleiche starten kann. Dies kann sich preislich vor allem bei den Unterkünften, Mietwagen und anderen Transportmitteln bemerkbar machen. Auch werden hier keine Servicegebühren oder Arbeitskosten in Rechnung gestellt. Man genießt generell eine größere Flexibilität und vor allem Individualität, da man hier auch an ganz kleinen Stellschrauben drehen kann, um so die perfekte Urlaubsgestaltung zu erschaffen. Bei den Reiseveranstaltern findet diese Individualität in Form von gutem Service zwar auch in gewisser Form statt, sie kann aber nie so ausgereift und detailliert von statten gehen, als wenn man die Reise komplett selbst zusammengestellt hätte. Meist lautet das Motto: „wähle aus Angebot A, B oder C“ und wenn man unbedingt nach D sucht und die dortigen Meeresgründe befischen möchte, kann diesem Wunsch meist nicht nachgekommen werden.

Übrigens – Fähren nach Norwegen findest du meistens von Kiel oder dem dänischen Hirtshals aus. Im Internet lassen sich diese Verbindungen mühelos mit nur wenigen Klicks buchen, sodass auch dieser Teil der Eigenzusammenstellung keine wirkliche Hürde darstellt. Die Color-Line und Fjordline Reedereien steuern unter anderem von den besagten Häfen aus an und das normalerweise jeden Tag.

Doch nicht alles an einem Reiseanbieter ist schlecht. Gerade wenn du zeitlich durch einen Job sehr stark ausgelastet bist und kaum Zeit zur eigenen Planung zur Verfügung hast, bietet sich die Nutzung eines Reiseanbieters an. Hier kann man sich ins gemachte Nest legen, sowie schnell und effizient ein gelungenes Angelerlebnis realisieren lassen. Zudem bieten viele ein nahezu rundum sorglos Paket an, welches eine Unterkunft mit Boot beinhaltet, aber auch die notwendigen Erlaubnisscheine bereits inkludiert hat. Selbstverständlich ist auch die Anreise meistens fester Bestandteil solcher rundum Angebote, sodass man auch hier nur den Weg zum Airport oder zur Fähre selbst bewerkstelligen muss.

Auch Mietwagenangebote können über einen Reiseanbieter in Anspruch genommen werden. Einige Portale bieten sogar eine Grundausrüstung an. Dies kann speziell für Beginner des Angelsports von Vorteil sein, da hier oftmals noch wichtige Ausrüstungsgegenstände fehlen und diese somit nicht noch zusätzlich zu Reisebeginn gekauft werden müssen. Wer auf die komplette Flexibilität und Individualität verzichten kann und nicht auf jeden Cent schauen muss, der kann mit Hilfe eines Reiseanbieters ein leistungsstarkes Norwegenabenteuer zusammenstellen.

Buchung eines Vor-Ort-Guides

Auch die Frage, ob die Buchung eines Guides sinnvoll ist oder nicht, hängt von den persönlichen Eigenschaften ab und vor allem auch davon, wie man sich sein eigenes Abenteuer vor Ort gestalten möchte. Ist man eher die Person, die einfach ankommen möchte und bereits alles organisiert vorfinden will, oder möchte man lieber auf Entdeckungsreise gehen und sich kurzfristig vor Ort die Hilfe eines Reiseguides oder Locals einholen? Auch hier verbergen sich hinter den verschiedenen Optionen diverse Vor- und Nachteile, die man sich vor Beginn einer Reise in Ruhe vor Augen führen sollte, um anhand dessen die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Inanspruchnahme eines Local-Guides vor Ort hat den enormen Vorteil, dass man die maximale Individualität erhält. Die Preisgestaltung kann zwar auch hier unter den Einheimischen-Führern variieren, wenn man jedoch genug Zeit mitgebracht hat in Ruhe zu vergleichen, kann man am Ende auch hier Geld einsparen. Zudem könnte man in den Genuss einer Führung kommen, die das Qualitätsmerkmal „Rarität“ tragen könnte. Viele der Locals bieten Touren an, die es so im Magazin des Reiseveranstalters nicht gibt. Hier zählt nämlich nicht der „Fließband-Charakter“, sondern es geht eher darum, eine besondere und vor allem individuelle Erlebnisreise anzubieten. Man wird teilweise in abgelegene Regionen geführt, die noch nicht touristischen Massen zugänglich gemacht wurden oder die nur sehr wenig erschlossen sind. Zudem kann niemand eine Region oder ein bestimmtes Lebensgefühl so authentisch und stark repräsentieren und vermitteln, wie ein Localguide, der vielleicht schon sein ganzes Leben hier beheimatet ist. Und wer weiß – vielleicht landet man am Ende der Tour gemeinsam mit der Familie des Locals am Essenstisch, um eine regionale Spezialität zu genießen?

Nicht selten kommen solche engen und unverfälschten Situationen und Einladungen zustande, die es in der Form auch wirklich nur bei Einheimischen-Führern gibt. Am Reiseziel angekommen, sollte man die Augen auf jeden Fall nach entsprechenden Angeboten offenhalten. Viele Guides haben ihre Kontaktdaten in Hotels hinterlegt, oder aber man kontaktiert sie direkt im Internet. Nach einer kurzen Recherche lassen sich auf diese Art und Weise viele private Local-Touren vorfinden und auch die Kommunikation und Feinabstimmung geht einfach und schnell über die Bühne.

Falls du dir die Mühe der eigenen Zusammenstellung und Kontaktaufnahme nicht antun möchtest, gibt es selbstverständlich auch hier die Möglichkeit erfahrene Reiseveranstalter in Anspruch zu nehmen. Auch hier findest du eine große Auswahl an Touren und Aktivitäten vor und die Guides führen dich ebenfalls an spektakuläre Orte, die noch lange Zeit im Gedächtnis verweilen werden. Der Vorteil solcher Touren ist, dass man sie einfach viel schneller vorfinden und buchen kann, wenn sie nicht sogar schon als Bestandteil eines Gesamtreisepaketes beinhaltet sind. In Sachen Schnelligkeit und Unkompliziertheit ist diese Herangehensweise kaum zu übertreffen. Wer keinen Wert auf die ganz große Individualität legt und einfach eine mühelose Tour genießen möchte, der wird mit dieser Variante voll auf seine Kosten kommen.

Die schönsten Angelgebiete Norwegens

Selbstverständlich möchte jeder in einem solch attraktiven Land wie Norwegen auch die Gewissheit genießen, seine Köder an der besten und vielversprechendsten Stelle auswerfen zu können.

Also – wo befindet sich denn nun das beste und auch schönste Angelgebiet Norwegens?

Das Land der Fjorde weist eine so enorme Größe auf, dass man die Frage natürlich nicht pauschal beantworten kann. Zu viele Faktoren spielen bei der Beantwortung der Frage eine tragende Rolle und auch individuelle Aspekte fließen bei der Standortbestimmung mit ein. So bringt es beispielsweise nichts, wenn sich, rein theoretisch gesprochen, die schönste Stelle des Landes im Norden befindet, man sich bei den Fangzielen aber unter anderem auf den Pollack festgelegt hat. Da sich dieser nur in Süd-, West- und Mittelnorwegen in den Gewässern blicken lässt, wäre eine Reise in den hohen Norden eher von geringem Erfolg gekrönt. Somit sollte man immer auch darauf achten, dass das für einen selbst schönste Angelgebiet, auch mit den zukünftigen Fangabsichten einhergeht.

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Schiebt man jedoch die individuellen Faktoren zur Seite und schaut sich erstmal nur die reinen Naturgegebenheiten an, findet man einige Orte im Land vor, die einen herausragenden und kaum zu übertreffenden Charakter vorzuweisen haben.

Hier findet man sich inmitten eines Naturspektakels wieder und kann teilweise nichts anderes machen, als einfach nur zu staunen und zu genießen:

So beispielsweise bei den Lofoten. Der traumhafte, im Regierungsbezirk Nordland liegende kleine Teil einer insgesamt 80 Inseln umfassenden Gruppe, sticht in Sachen Schönheit sehr hervor und kann eine ebenso erstklassige Fischvielfalt vorweisen. Dorsch, Heilbutt, Schellfisch, Steinbeißer, aber auch Rotbarsch und Köhler beißen hier gerne mal an und sind in großer Zahl vorhanden.

Die gleichen Fangmöglichkeiten lassen sich auch am Nordkap zusammenfassen. Der nördlichste Punkt der europäischen Landmasse, kann in punkto Einzigartigkeit problemlos mithalten. Hier setzt sich die Kulisse allerdings eher aus schrofferen Parts zusammen. Hohe Klippen, kleinere Hügel und eine schier endlose Weite, die nur durch die unglaubliche Größe des Meeres übertroffen wird. Der größte jemals gefangene Heilbutt dieser Region liegt übrigens bei 220 kg. Vielleicht bist genau du ja in der Lage diesen Rekordfang zu übertrumpfen?

Nicht ganz so weit nördlich befindet sich der Romsdalsfjord, der bei Angelfans einen recht hohen Stellenwert genießt. Hier wird der Köder mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr oft zur Zielscheibe der Unterwasserbewohner werden. Die Fischvielfalt ist auch in diesem Teil Norwegens unglaublich breitgefächert. Wenn es um das reine Meeresangeln geht gehört der Fjord zu den absoluten Highlights des Landes und das alles ohne die Wucht von meter hohen, peitschenden Wellen abzubekommen. Durch die relativ geschützte Lage kann hier auch bei normalerweise zu schlechten Bedingungen hervorragend geangelt werden.

Sehr beliebt ist außerdem auch die auf der Karte nicht weit entfernte Insel Hitra. Die Felseninsel, die unweit von Trondheim in den norwegischen Meeren liegt, gehört zu den beliebtesten Meeresangelrevieren des Landes. Seehecht und Seeteufel hängen hier oft an der Angel und werden regelmäßig zur Waage getragen.

Zu den beliebtesten Süßwasserregionen gehören unter anderem die Hochebene Hardangervidda, sowie das Talgebiet rund um Hemsedal. Die dortigen Flüsse, Bäche und auch unzähligen Seen, gehören für viele zu den absoluten Angel-MustDo´s.

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