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Rettungshunde – so werden die Vierbeiner ausgebildet und trainiert

durch Philipp Bugert auf August 13, 2019

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Tiere haben dem Menschen in vielerlei Situationen so einiges voraus. Egal wie sehr der Mensch auch versuchen würde sich diese tierischen Fähigkeiten anzutrainieren, er würde niemals an das Leistungspensum der Tierwelt herankommen. Dabei ist es egal, ob man die gigantische Kletterleistung eines Affen als Beispiels nimmt, oder aber die enorme Geschwindigkeit, die Leopard, Jaguar, Pferd und Co. aufnehmen können. Der Mensch würde sich beim Nachahmungsversuch mit hoher Wahrscheinlichkeit sämtliche Beine brechen, oder aber verdutzt und außer Puste den vorbeischnellenden Tieren hinterherschauen.

Wenn Mensch und Tier jedoch zusammenarbeiten und Hand in Hand Situationen bewältigen, kommt meistens ein hervorragendes Resultat heraus, welches in vielen Szenarien über Leben und Tod entscheiden kann. Rettungshunde und ihre Führer sind ein eingespieltes Team und kommen immer dann zum Einsatz, wenn jede Sekunde zählt. Damit dieses Team der Superlative im teils hektischen, gefährlichen und undurchsichtigen Einsatz souverän agieren kann, bedarf es einer fordernden und zeitintensiven Ausbildung. Vor allem die Vierbeiner werden während der Ausbildung zu wahren Lebensrettern.

Wann helfen Rettungshunde

Dichtbewachsene, menschenleere und undurchsichtige Wälder – das Ganze eventuell sogar noch bei nächtlichen oder nebeligen Verhältnissen. Kaum etwas dürfte für einen Menschen wohl schwieriger sein, als solch eine Situation schnell zu überblicken. Autounfälle mit Menschen, die sich vielleicht sogar in einer Art Schockzustand befinden und von diesem Geschehnis traumatisiert hinfort rennen und sich verlaufen. Verwirrte oder Kranke Menschen, die sich verirrt haben und mit eigenen Kräften das eigene Zuhause nicht mehr finden.

Die Liste an Einsatzmöglichkeiten ist lang und spiegelt in bewundernswerter Art und Weise wider, was für intelligente Lebewesen Hunde eigentlich sind, wenn sie sich diesen Herausforderungen meist mit Bravour stellen können. Explosionen, Erdrutsche und auch Erdbeben, reißen Betroffene meist in nur wenigen Sekunden nieder und werden zu unüberwindbaren Hindernissen für sie. Eine Rettung aus eigener Kraft ist meist nicht möglich. Zu eingeschränkt sind die Bewegungsabläufe, oftmals kommen Angstgefühle und Verletzungen hinzu, die einem eigenen Rettungsversuch einen Riegel vorschieben. Das präzise Riech-Werkzeug von einem Rettungshund kann solche kritischen Situationen exakt filtern und Hilfebedürftige auch in großen Tiefen aufspüren.

Effektivität in Perfektion

Hunde können mit ihren einzigartigen Riech-Talenten in vielen diversen Situationen überzeugen. Von Lawinen oder Schutt begrabene und gefangene Menschen, können bis zu einer Tiefe von etwa 9m problemlos von ihnen wahrgenommen werden. Einige Hundearten können auf bis zu 200m Entfernung menschliche Gerüche aufnehmen und die Hundeführer schnell und exakt zur Geruchsquelle führen. Gebiete in Fußballfeldgröße, wären für jeden Einzelnen von uns bei Nacht ein unüberwindbarer Hürdenlauf, den man, wenn überhaupt mit reichlich Unterstützung und/oder geeigneten Lampen überblicken könnte.

Die Geruchsspuren von entführten oder vermissten Personen können Rettungshunde bis zu 48 Std. lang verfolgen und sogar in Wassertiefen bis zu 50 m, können sogenannte Wassersuchhunde Körper ausfindig machen. Ein unverzichtbarer und herausragender tierischer Partner für menschliche Suchtrupps.

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Welche Prüfungen sind relevant?

Erst wenn die zahlreichen und äußerst fordernden Prüfungen erfolgreich abgelegt worden sind, dürfen sich Hund und Hundeführer als Rettungsteam bezeichnen. Auf menschlicher Seite ist es zwingend erforderlich, dass der Führer festgelegte Erste-Hilfe-Kurse absolviert und auch Orientierungskenntnisse im Gelände erlangt. Diverse Übungen und Prüfungen in diesen Bereichen gehören zum festen Bestandteil der Ausbildung. Auch der Umgang mit Funk wird gelehrt, damit eine einwandfreie Kommunikation stets gewährleistet ist. Zudem muss der Hundeführer zu einem Meister der Einsatzstrategien werden, damit alle vorstellbaren Szenarien schnell und gekonnt eingeschätzt werden können.

Der Hund muss hingegen zeigen, dass er auf das Wort von Herrchen jederzeit hört, sodass Anweisungen effizient ausgeführt werden können, wenn es um jede einzelne Sekunde geht. Auch in den Ausbildungs-Bereichen „Flächen und Trümmern“ muss er jeweils eine eigene Prüfung ablegen und sein Können unter Beweis stellen. Bei der Flächenaufgabe muss der tierische Rettungsprofi auf einer Gesamtfläche von etwa 25.000 Quadratmetern nach Personen suchen und es schaffen, diese innerhalb von 25 min zu finden. Auch bei der Suche in den Trümmern wird vom Hund alles abverlangt. Hier muss er schnell und deutlich anzeigen können, wenn unter ihm eine Person begraben liegt.

Da nur ein funktionierendes und geübtes Rettungsteam erfolgreich und beständig Leistung erbringen kann, werden die Fähigkeiten einmal im Jahr auf die Probe gestellt. Nur durch diese immer wiederkehrenden jährlichen Prüfungen kann man sich auf Seite der Retter sicher sein, dass Verletzten im Fall der Fälle ausreichend Hilfe zu Teil wird.

Bis zum ersten Einsatz ist es ein langer und steiniger Weg. Erst nach durchschnittlich 2 bis 3 Jahren ist ein Rettungsteam mit der notwendigen Reife ausgestattet, um in einem Einsatzgebiet bestehen zu können.

Welche Hunde eignen sich?

Alle Hunde, die eine aufgeschlossene und leistungswillige Art und Weise an den Tag legen und zu Ausbildungsbeginn das 3. Lebensjahr nicht überschritten haben, sind generell für eine Rettungskarriere geeignet. Es ist wichtig, dass die Hunde auf zack sind und immer wieder etwas neues lernen möchten. Zudem sollte die Gesundheit der Hunde einwandfrei sein, damit die belastenden und anstrengenden Einsätze bewältigt werden können. All diese Eigenschaften sind auch wichtig, damit das spielerisch verlaufende Hundetraining erfolgreich absolviert werden kann.

Selbsterklärend ist es zudem, dass das Tier keine Aggressionen gegenüber Menschen äußern darf. Hundeführer und Hund müssen zu einem engen und vertrauten Team werden, zwischen dem kein Blatt Papier Platz findet.

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