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Methoden der Wasserfilterung - mit wenigen Tricks zu trinkbarem Wasser

durch Philipp Bugert auf August 02, 2019

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Der Wasseranteil eines Menschen kann bedingt durch den Alterungsprozess variieren, jedoch kann man sagen, dass eine erwachsene Person zu ca. 70-80% allein aus Wasser besteht. Durch diese Statistik fühlt man sich nicht nur direkt wie ein mit Wasser vollgesogener Schwamm oder eine Qualle, sie ruft einem auch wieder ins Gedächtnis hervor, dass Wasser ein elementarer Bestandteil unseres Lebens ist, der viel zu selten in unserem Teil der Erde gewürdigt wird. Die Outdoor-Welt hat viele Facetten. Angefangen bei kurzen Spaziergängen durch den benachbarten Park, bis hin zu Survival-Touren, inmitten von menschenleeren und abgeschiedenen Gebieten. Die Vielfalt lässt sich kaum in Worte fassen, jedoch gibt es eine Gemeinsamkeit, die alle Freizeitaktivitäten und Gestaltungsmöglichkeiten miteinander vereint – wir brauchen Wasser zum Überleben! Nicht jede Wasserquelle ist von guter Qualität, auch wenn sie zunächst harmlos erscheint. Wolfgangs zeigt dir, wie du das kühle und überlebenswichtige Nass in jeder Situation effektiv filtern kannst.

Das Abkochen des Wassers

Das Abkochen von Wasser, welches man einer unbekannten und nicht vertrauenserweckenden Quelle entnommen hat, ist wohl die einfachste und älteste der bekannten Methoden. Die Methode zählt nicht umsonst zu den bekannteren, denn es schlummert eine enorme Effektivität in dieser Herangehensweise. Durch die entstehende Hitze kann man die Sicherheit genießen, dass auch Keime und schädliche Erreger erfolgreich abgetötet werden.

Trotz des hohen Bekanntheitsgrades dieser Methode, unterlaufen speziell Outdoor-Neulingen viele Fehler, die es zwingend zu vermeiden gilt. Da die Keime erst bei einer Hitzeentwicklung von etwa 100 Grad absterben, ist es wichtig, dass man sich Zeit beim Abkochen lässt. Vor allem in höher gelegenen Regionen fängt das Wasser viel schneller an zu kochen, sodass man glaubt, die 100-Grad-Marke sei schon erreicht. Dass dieser Eindruck falsch war, äußert sich dann meist in Magenproblemen und -verstimmungen.

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Trotz der einfachen Handhabung ist das Abkochen des Wassers nicht ideal. Da Schwermetalle aber auch Salze nicht abgetötet werden können und somit im Wasser bestehen bleiben, ist auf längere Sicht gesehen von dieser Methode abzuraten. Auch Geruch und Geschmack lassen sich bei minderwertigen Wasserquellen durch den Kochprozess nicht positiver gestalten. Im Notfall garantiert dir das Abkochen jedoch wichtige und wohltuende Überbrückungszeit. So, wie auch pflanzliche Notnahrung im Fall der Fälle dein Überleben sichern kann, so kann auch diese Herangehensweise einen Großteil dazu beisteuern. 

Eigenbau eines Wasserfilters

Kann man in einer Notsituation auf eine Plastikflasche zurückgreifen, so ist ein wichtiger Schritt hin zu dem Bau eines Wasserfilters bereits gemacht. Nur weil eine Wasserquelle klar und frisch aussieht heißt dies noch lange nicht, dass sie von hervorragender Qualität ist. Eine selbstgebaute Wasserfilterungsmöglichkeit kann hier effektive Abhilfe schaffen. Ein Großteil des Schmutzes, sowie zahlreiche krankmachende Erreger, werden durch den Einsatz eines solchen Filters ferngehalten.

Nachdem man den Boden der Flasche entfernt hat, bohrt man am besten 2 Löcher in die Mitte der Flaschen, damit diese mit Hilfe einer Schnur an einem Ast befestigt werden kann. Nun folgt die Befüllung der Flasche mit den Bestandteilen, die für die eigentliche Wasserfilterung hinterher zuständig sind. Als erste Schicht ist Holzkohle sehr vielversprechend, da schädliche Erreger schnell und effizient eingesaugt werden. Danach sollten jeweils eine Schicht aus Sand und auch aus Kies folgen. Dies erweist sich als äußerst effektiv und kann zudem überall in der Natur aufgefunden werden. Alle Schichten sollten mit Blättern voneinander getrennt werden, damit sie sich nicht miteinander vermischen. Auch das Füllverhältnis der Schichten sollte zu selben Teilen erfolgen.

Bohrt man nun noch ein Loch in den aufgeschraubten Flaschendeckel, so kann das Wasser nach dem Durchdringen der diversen Schichten in ein Auffangbehältnis deiner Wahl abfließen. Falls möglich, kann man dieses gewonnene und gefilterte Wasser anschließend mit der Abkoch-Methode kombinieren, um zusätzliche Sicherheit zu erhalten.

Wasserfilterung durch die Kraft der Sonne

Nur die wenigsten denken daran, dass auch die Kraft der Sonnenstrahlen eine erstklassige Wasseraufbereitungshilfe sein kann. Das Sonnenlicht und somit auch die Kraft der UV-Strahlen sind dazu in der Lage, Wasser in einer Plastikflasche über einen längeren Zeitraum hinweg sauberer zu machen. Sauberer bedeutet, dass die Wasserqualität nicht an die einer im Supermarkt gekauften Flasche herankommen wird, jedoch werden zahlreiche Bakterien erfolgreich abgetötet und ein besseres Trinken ermöglicht. 

Man sollte während der Umsetzung dieser Methode die Flasche niemals komplett mit dem gefundenen Schmutzwasser befüllen. Rund drei Viertel der Flasche reicht völlig aus. Ein Viertel sollte nur Luft aufweisen, damit diese sich im späteren Verlauf mit dem Wasser vermischen kann. Die Flasche sollte nun für mindestens 6 Stunden der Sonnen- und UV-Einstrahlung ausgesetzt werden, damit ein ausreichender Säuberungsprozess gewährleistet werden kann. Der Sauerstoffe spielt diesem Prozess in die Karten und erzeugt reagierende Radikale.

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Man kann mit dieser Herangehensweise sowohl Cholera-, Diphterie-, als auch Typhuserreger erfolgreich ausschalten. Die Filterungsart rettet im Notfall somit nicht nur vor dem Verdursten, sondern hält auch Krankheiten gekonnt auf Distanz. Auch sollte man berücksichtigen, dass diese Filterungsart nur auf kurze Sicht gesehen zu empfehlen ist. Durch die lange Sonneneinstrahlung können sich von der Plastikflaschen Chemikalien lösen, die für die Gesundheit wiederum auch nachteilig sein können. In einem Survival-Szenario ist dies jedoch erstmal zweitrangig.

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