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Jagderlebnis der besonderen Art - Infos und Tipps über das Jagen in Kanada

durch Philipp Bugert auf July 16, 2019

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Es gibt nur wenige Länder auf der Welt, die es mit der unnachahmlichen und atemberaubenden Natur Kanadas aufnehmen können.

Das zweitgrößte Land der Welt macht nicht nur beim Blick auf die Landkarte einen herausragenden Eindruck. Etwa 15 Prozent der gesamten unberührten Wildnis findet man einzig und allein in Kanada vor. Diese Statistik unterstreicht in eindrucksvoller Manier, warum Kanada auch für Jagdbegeisterte aus aller Welt einen Sonderstatus genießt.

Dort, wo der Mensch seinen teilweise brachialen Fußabdruck noch nicht hinterlassen hat, sieht die Natur noch genau so aus, wie sie auch bereits vor mehreren hundert Jahren aussah. Die Jagd ist in Kanada tief mit der Bevölkerungen verknüpft, da schließlich schon die kanadischen Ureinwohner auf Bison und Elchjagd gingen. Diese Tradition hat bis in die heutige Zeit Bestand und lockt zusätzlich auch zahlreiche Jagdbegeisterte aus allen Teilen der Erde an.

Gesetzliche Vorschriften

Das größte amerikanische Land weiß nicht nur die alten Jagdtraditionen zu schätzen, sondern steht auch in engem Einklang mit der Natur. Man möchte das, was man lieben gelernt hat um jeden Preis schützen, so wundert es dementsprechend auch kaum, dass man über 40 Nationalparks vorfindet, in denen teils strikte Reglements tonangebend sind. Die Gesetze können dabei von Provinz zu Provinz deutliche Unterschiede aufweisen, sodass es vor Reisebeginn durchaus empfehlenswert ist, sich über diese in Kenntnis zu setzen. Reiseveranstalter können in den meisten Fällen schon mit den wichtigsten Informationen dienen, wer das Heft jedoch in die eigenen Hände nehmen möchte, der kann sich brandaktuell auf der Homepage der jeweiligen Provinz erkundigen.

In den meisten Provinzen ist es zwingend erforderlich eine Jagdausbildung vorzuweisen. Nur diese berechtigt zum Jagen in den umliegenden Gebieten. Hohe Geldbußen oder aber auch der Entzug der Jaglizenz können bei Nichteinhaltung von den Gesetzen drohen. Der deutsche Jagdschein wird in Kanada akzeptiert und sollte somit immer bei sich getragen werden.

Zudem ist es wichtig, dass ein Jagdaufenthalt über eine dazu berechtigte Jagdorganisation abgeschlossen wird. In Kanada tragen diese Organisationen oftmals den Namen Outfitter.

Zudem gibt es auch kleidungstechnisch viele Vorgaben. In Ontario beispielsweise muss man eine einfarbige und zudem orangene Weste während der Ausübung tragen. Auch die Kopfbedeckung muss in diesem Farbton gehalten werden. 

Wir haben dir in einem zurückliegenden Artikel bereits detailliert zusammengestellt, welche Ausrüstungsgegenstände im Gelände noch wichtig sind. Vieles davon lässt sich auch im Jagdbereich hervorragend verwenden. 

Zudem müssen für die angestrebten Wildarten Lizenzen erworben werden. Pro Art werden so schnell mal zwischen 150 und 500 Dollar fällig. Die Jagdgewehre können meist problemlos aus Deutschland mitgenommen werden. Diese müssen nach Ankunft beim kanadischen Zoll angemeldet werden. Auch ist es wichtig, dass man die passenden Formulare für diese Zollkontrolle parat hat.

Tierische Begegnungen

Die unberührte und malerische Natur Kanadas geht Hand in Hand mit einem Tierbestand der Kategorie „Extraklasse“. Viele Tiere haben auf Grund dieser Tatsache eine solch hohe Population angenommen, dass man mit Jagdmaßnahmen versucht, diesem Geschehen entgegenzutreten. Folgende Tierarten sind während eines Jagausflugs in Kanada für viele von besonders hohem Interesse:

Der Schwarzbär

Der Schwarzbär lässt sich im gesamten nordamerikanischen Raum beobachten, das mit Abstand größte Vorkommen ist jedoch in Kanada zu verzeichnen. Es wird geschätzt, dass man im gesamten Land rund 500.000 Schwarzbären vorfindet. Eine weitere Zahl der Superlative, in einem phänomenalen Land. In kanadischen Jagdgebieten gehören Schwarzbären oftmals zu den wichtigsten Tieren und Begegnungen während einer Jagd kommen mit Blick auf das Gesamtvorkommen sehr häufig vor.

Vor allem auf der Pirsch sind Bärenjagden eine attraktive Angelegenheit. An Spannung und Nervenkitzel fehlt es hier sicherlich nicht. Verglichen zur Jagd aus der Ansitzhöhe erlebt man hier Situationen, die einem das Herz schneller schlagen lassen.

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Der Weißwedelhirsch

Der rasante Anstieg der Weißwedelhirsch-Population ging in der Vergangenheit mit einem zeitgleichen Anstieg der Wolfs-Population einher, da diese mehr Beutetiere vorfinden konnten. Diesem Wolfbestand war es dann wiederum zuzuschreiben, dass der Bestand rückfällige Züge angenommen hat. Auch die kalten und brutalen Winter haben ihren Teil dazu beigetragen. Vor allem in den südlichen Regionen des Landes kann man die Weißwedelhirsche beobachten.

Aus den USA zugewandert scheint es so, als ob die Tiere auch nahe der Grenze verweilen werden. In den nördlichen Teilen von Kanada sind diese Wildtiere kaum bis gar nicht auszumachen. Die Größe des Weißwedelhirsches ist in etwa die gleiche, wie die des in Deutschland beheimateten Damhirsches.

Der Elch

In Kanada muss man insgesamt zwischen 4 Elcharten unterscheiden. Jede von Ihnen ist dabei einer gewissen Region zuzuschreiben, sodass man sich während der Reiseplanung durchaus überlegen sollte, welche Art als Trophäe interessant sein könnte.

Im Yukon sowie in Alaska findet man den stärksten seiner Art vor. Einige Tiere können dort bis zu 1000 kg auf die Wage bringen und besitzen zudem auch das stärkste Geweih aller Arten. Auch in Teilen des North West Territories findet man diese Elch-Art gelegentlich.

Weitere Elcharten lassen sich jeweils in West- und Ostkanada beobachten. Im Süden von British Columbia kann man zudem eine Unterart des Elches bejagen, die allerdings weniger Wildbret hergibt.

Der Wolf

Um die 60.000 Wölfe gibt es allein in Kanada. Sie tauchen meist in einem Rudel zwischen 2 und 10 Tieren auf, jedoch sind auch Rudel von bis zu 20 Tieren keine Seltenheit. Die Tiere sind scheuer als man denken würde und sind zudem extrem schlau. Die Populationen anderer Tierarten leiden teilweise stark unter dem großen Wolfsbestand, sodass der Wolf auch lediglich in 3% der kanadischen Landmasse offiziell als geschützte Tierart zählt. Die Chance einen Wolf zu erlegen ist sehr hoch und die Tiere lassen sich ebenfalls hervorragend mit Aas und Luder anlocken.

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