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Feuer machen ohne Feuerzeug – mit diesen Methoden klappts (Teil 1)

durch Philipp Bugert auf September 24, 2019

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Feuerzeug schnell aus der Tasche geholt, eine kurze und fast schon automatisch ablaufende Bewegung mit dem Daumen ausgeführt und schon entfacht das Flammenspiel sicher in unserer Hand. Die Kraft und der Komfort des Feuers ist in unserer so hochtechnischen Zeit nichts Besonderes mehr und dementsprechend wissen viele die Energie der Flamme auch nicht mehr zu schätzen. Die in den Anfängen der Menschheit noch so fürs Überleben entscheidende Kunst des Feuermachens scheint in der schnelllebigen Moderne nicht mehr viel Wert zu sein. Doch was machst du, wenn du dich für einen längeren Zeitraum in der Natur befindest und deine so sichergeglaubte Technik versagt oder kaputt geht? In solchen Momenten begreift man meist ganz schnell, dass das Feuer nicht nur dazu da ist das nächste Mahl vorzubereiten, sondern es auch eine schützende Strahlkraft aufweisen kann. Wolfgangs zeigt dir, wie du dich zukünftig ein Stück weit unabhängiger von der Technik machen kannst und du es bewerkstelligst, auch ohne ein Feuerzeug ein Feuer zu machen.

Mit Plastikfolie und Wasser ein Feuer machen

Egal wie unberührt und abgelegen eine Region auch sein mag – in den meisten Fällen wirst du früher oder später auf Wasser stoßen und genau diese Tatsache ist fürs Feuer machen sehr vorteilhaft.  

Wasser zum Feuer machen? Klingt definitiv komisch, das wissen wir, jedoch kannst du in Kombination mit dem passenden Hilfsmittel auf diese Weise tatsächlich ein Feuer erzeugen. Dieses angesprochene Hilfsmittel lässt sich bedauerlicherweise auf Grund von voranschreitenden Umweltverschmutzungen oftmals auch in der Natur vorfinden – die Rede ist dabei von Plastik! Eine dünne Folie bzw. Frischhaltefolie eignet sich für das Unterfangen meist am besten, da sie besonders dünn ist. 

2 Herangehensweisen funktionieren dabei besonders gut:

 

  • Halte die dünne Folie so fest, dass sich eine leichte Wölbung bildet und du diese Wölbung mit Wasser befüllen kannst. Die Folie soll als Wasserbehälter dienen, also achte darauf, dass das Wasser nicht an der Seite überschwappt und fortfließen kann. Nun knote nach der Befüllung die beiden Enden der Folie fest zusammen. Am Ende hast du eine Art Wasserballon. Das Wasser ist eingeschlossen und kann nicht entweichen.

ODER

 

  • Spanne die dünne Folie auf eine Art Rahmen, den du dir notfalls auch mit Hölzern bauen kannst. Das Konstrukt soll wie eine Art Bilderrahmen wirken. Nun befüllst du die Mitte der leicht gespannten Folienfläche mit Wasser, sodass sie sich langsam nach innen wölbt und das Wasser, wie in einer Schüssel darauf liegen bleibt.

 

Mit beiden Herangehensweisen erzeugst du eine Art Lupe, die die Kraft der Sonne gesammelt auf einen Punkt reflektiert. Ist diese gebündelte Sonnenenergie nun auf leicht entflammbares Holz, Geäst oder Stroh gerichtet, so wird nach einer gewissen Verweildauer eine Flamme entstehen. Einzige Voraussetzung dieser tollen Methode – die Sonne muss scheinen!

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Mit Feuerstahl schnell ein Feuer machen

Die Nutzung von Feuerstahl ist sozusagen der Klassiker unter den Survival-Methoden und darf daher auf keinen Fall in unserer Aufzählung fehlen. Mit dieser Herangehensweise lässt sich auch bei schattigen Konditionen ein Feuer realisieren und genau deshalb ist die Methode auch bei Bushcraft-Anhängern und Outdoor-Freunden so beliebt.

Das Feuermachen mit Feuerstahl erfordert anfangs zwar ein wenig Übung und Geduld, jedoch kann man bereits nach kurzer Zeit sehr gut abschätzen, wie man die erzeugten Funken am besten zu einem schönen Lagerfeuer „heranwachsen“ lässt.

Feuerstahl reicht durchschnittlich für mehr als 12.000 Zündungen aus – wie du siehst, kannst du mit der Anschaffung eigentlich nichts falsch machen. Auf diese Weise hast du immer ein tolles Notfall-Gadget parat, welches zudem fast nichts wiegt und in jede Hosentasche passt. Absolut perfekt und empfehlenswert!

Mit Holz und Hand ein Feuer machen

Waren die vorab vorgestellten Methoden mit nur wenig Körpereinsatz verbunden, so versprechen wir dir, dass du jetzt definitiv ins Schwitzen kommen wirst. Mit Hinblick auf das angestrebte Ziel des Feuermachens, ist diese schweißtreibende Herangehensweise im Notfall aber auf jeden Fall äußerst lohnenswert. Für was entscheidest du dich?

Möchtest du lieber ausgeruht auf der Stelle verweilen und Kräfte sparen, oder dazu in der Lage sein ein Mahl zuzubereiten, dich über Nacht aufzuwärmen und zusätzlich von den tierabwehrenden Eigenschaften zu profitieren? Also – Motivation packen und los geht’s!

Beim „Feuerbohren“, so wie diese Art der Feuererzeugung auch genannt wird, bieten sich dir zunächst 2 verschiedene Herangehensweisen.

So hast du die Wahl zwischen:

 

  • dem Feuerbohren per Hand
  • und dem Feuerbohren mit Bogen.

 

Ganz egal für welche Methode du dich entscheidest – ein am Boden liegendes Feuerbrett ist für den späteren Erfolg unabdingbar, sodass du deine Umgebung demnach erstmal in Ruhe nach einem passenden Holz absuchen solltest. In das Brett solltest du eine Vertiefung schnitzen bzw. Ausschau nach einem Brett mit einer bestehenden Vertiefung halten. In unmittelbarer Nähe der Vertiefung schnitzt du zudem noch eine Einkerbung, die sich bis zum äußeren Rand des Brettes erstreckt. Vergewissere dich, dass du immer ein hochqualitatives und scharfes Messer bei dir hast, um in solchen Situationen das Holz erstklassig bearbeiten zu können.

Im Anschluss darauf gilt es einen „Bohrer“ zu finden bzw. einen Stock dahingehend passend zu bearbeiten. Ein stabiler Holzstab oder Stock muss hierfür an beiden Seiten angespitzt werden. Ziel ist es, die angespitzte Seite des Bohrers in die Vertiefung des Feuerbretts zu stecken und im Anschluss darauf in einem Höchsttempo zu drehen. Durch diese Drehbewegungen und die erzeugte Reibung, sammelt sich im Erfolgsfall Glut in der Einkerbung, sodass diese daraufhin zum Anfachen des Lagerfeuers benutzt werden kann.

Der Bau eines Bogens bietet sich zum Drehen des Bohrers besonders an, weil bei diesem Vorgehen Kräfte gespart werden können und auch die Handflächen nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Bogen vorher noch gebaut werden muss. Auch eine, an beiden Seiten des Bogens befestigte Schnur, ist für die spätere Befestigung und Drehung des Bohrers notwendig.

Hier muss man in Ruhe abwägen und dann entscheiden. Möchte man vorab ein bisschen mehr Zeit für den Bau und die Zusammenstellung investieren und es dafür einfacher haben, oder es lieber direkt mit der Drehbewegung per Hand ausprobieren.

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