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Diese Eigenschaften sind bei der Auswahl einer Hardshell-Jacke wichtig

durch Philipp Bugert auf October 15, 2019

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Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Outdoor-Bekleidung“ – sicherlich hat jeder Outdoor-Gänger diese Floskel schon des Öfteren gehört, wenn er durch einen Outdoor-Laden gestreift ist, oder mit anderen Wanderern in der Natur unterwegs war. Meistens fällt dieser Spruch, sobald ein stärkerer Platzregen einsetzt und man sich von einem Moment auf den anderen in einer äußerst ungemütlichen Situation wiederfindet. Wie abgedroschen sich der Spruch im ersten Moment auch anhören mag, so steckt dennoch eine Menge Wahrheit in ihm. Ein, bei stürmischen Gegebenheiten stattfindender, längerer Aufenthalt in der Natur kann nicht immer unterbrochen werden und ganz unabhängig davon, ob sich einem diese Lösung offenbart oder nicht – möchte man überhaupt seinen langersehnten Outdoor-Ausflug direkt abbrechen, wegen etwas so harmlosem wie Regen?

Eine Hardshell-Jacke kann durchaus als Herzstück des regenschützenden Equipments bezeichnet werden. Lass bei deiner nächsten Tour den Regen einfach Regen sein. Mit der passenden Hardshell-Jacke fällt deine Unternehmung sicherlich nicht ins Wasser. Wolfgangs zeigt dir, worauf du bei der Wahl der perfekten Hardshell-Jacke unbedingt achten solltest.

Die Eigenschaften einer Hardshell-Jacke

Jacke ist nicht gleich Jacke. Spätestens während des ersten Ausflugs in die Natur wird sicherlich jeder voreingenommene „Nicht-Outdoorer“ schnell realisieren, dass eine simple Stadtjacke nicht ansatzweise die Eigenschaften erfüllen kann, die ein Ausflug in die Natur voraussetzt. Hardshell-Jacken werden gezielt für den Einsatz in fordernden, ungemütlichen und anspruchsvollen Gebieten angefertigt, da sie ansonsten nur über einen kurzen Zeitraum, oder sogar gar nicht bestehen könnten. Die diversen Eigenschaften einer Hardshell-Jacke sind für einen angenehmen und erfolgreichen Ausflug in die Natur unabdingbar und sollten zum Standard gehören.

Wir blicken etwas genauer hin und beleuchten die einzelnen Eigenschaften:

 

  • Leichtigkeit: Hardshell-Jacken wiegen, verglichen zu einer herkömmlichen Stadtjacke, nur einen Bruchteil und sind deshalb unglaublich wichtig für einen unkomplizierten Transport. Unwichtige Applikationen, die man an der Stadtjacke noch findet, werden an der Hardshell-Jacke weggelassen, da diese nur unnötiges Gewicht bedeuten würden. Du brauchst keine Extra-Taschen für Schlüssel, Portemonnaie, Tablet und Co. – all dies wird meistens sowieso im großen Backpack transportiert, um ein ergonomisches und somit auch rückenschonendes Transportieren auf lange Sicht sicherzustellen. Nur leichtes, aber dennoch extrem stabiles Material kommt hier zum Einsatz. Dein Aufenthalt im Gelände wird durch diese Leichtigkeit auf den Schultern angenehmer gestaltet und du kannst deine Kraft für die fordernden Bodenbeschaffenheiten, Anstiege und restlichen Hürden des Wanderweges einsparen. Achte immer darauf, dass die Wunschjacke nicht allzu viel wiegt.

 

  • Robustheit: Auch in punkto Robustheit solltest du während der Wahl der perfekten Hardshell-Jacke die Augen offenhalten. Auch, wenn alle angebotenen Outdoor-Jacken im ersten Moment einen recht zuverlässigen und stabilen Eindruck machen, gibt es hier doch nennenswerte Unterschiede, die es immer zu beachten gilt. Ein extrem entscheidender Punkt ist beispielsweise der D-Wert (Denier), der ein Indikator dafür ist, ob eine Jacke für deine angestrebte Tour ausreichend stabil ist oder nicht. Hier kann man als erste Orientierung sagen, dass ein höherer Denier-Wert immer mit einer besseren Stabilität einhergeht. Bei Rucksäcken mit einem Gesamtgewicht zwischen 8 – 14 kg sollte es mindestens eine 30er oder 40er Denier Hardshell-Jacke sein. Zudem spielt auch die Wahl der Membran eine große Rolle. Ist man beispielsweise mit einem schweren Rucksack, also über 14 kg, unterwegs, dann führt meistens kein Weg an einer Goretex-Pro Membran vorbei. Diese Jacken, die für sehr hohe Belastungen hergestellt worden sind, weisen zudem oftmals eine extra Verstärkung im Schulterbereich auf.

 

  • Atmungsaktivität: Deine Hardshell-Jacke soll dich unter anderem vor Regen schützen, demnach ist es nur logisch, wenn du dich zeitgleich auch vor der körpereigenen Feuchtigkeit schützt. Schweiß kann bei langer Nutzung der Hardshell-Jacke zu einem echten Problem werden. Vergewissere dich somit immer, dass deine Hardshell-Jacke atmungsaktiv ist. Hier gilt als Faustregel, dass Membran-Jacken immer eine bessere Atmungsaktivität besitzen, als PU-beschichtete Jacken. Mit zusätzlichen Features, wie beispielsweise einer Unterarmbelüftung, kannst du für eine hervorragende Luftzirkulation sorgen. Achte darauf, dass die Jacke gute Werte im Bereich Dampfdurchlässigkeit aufweist. Auch das regelmäßige Waschen mit speziellem Waschmittel sorgt dafür, dass die Atmungsaktivität lange aufrechtgehalten wird.

 

  • Packmaß: Schon mal versucht eine Stadtjacke in einen Rucksack zu stopfen? Du wirst sicherlich schnell feststellen, dass danach die Hälfte des Rucksack-Inneren nur aus Jacke besteht. Viel Platz für andere wichtige Dinge im Backpack? Fehlanzeige! Achte somit immer darauf, dass deine neue Hardshell-Jacke ein gutes Packmaß besitzt. In den meisten Fällen lassen sich die Jacken in die eigene Seitentasche oder in einen Packbeutel stopfen und passen danach problemlos auf eine Handfläche.

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Die Auswahl der perfekten Hardshell-Jacke - das Thema mit der Wassersäule ...

Das Thema Wassersäule verursacht bei vielen Personen noch immer großes Kopfzerbrechen, dabei ist es gar nicht so schwer, hier einen guten Überblick zu bewahren. Die Wassersäule beschreibt nichts anders als die Widerstandsfähigkeit des Materials gegenüber dem einwirkenden Wasserdruck.

Im Labor wird der Jacke dafür, wie der Name bereits vermuten lässt, eine mit Wasser befüllte Säule aufgesetzt. Diese Säule hat, ähnlich wie ein Zollstock, verschiedene Markierungen, anhand der man ablesen kann, wie weit sie bereits mit Wasser gefüllt ist. Dringt bei einem Messwert von 10.000 mm Füllmenge beispielsweise das erste Mal Wasser durch die Jacke, so spricht man in diesem Fall von einer 10.000er Wassersäule. Dies bedeutet, dass bei einem Druck, von 10.000 mm pro Quadratmeter das allererste Mal Wasser durch das Material dringen würde.

Je nachdem wie schwer ein Rucksack ist, muss man hier dementsprechend auf den einwirkenden Druck auf die Jacke anpassen. Bei längeren Touren über 6 Stunden, die zudem mit einem Rucksack ab 8-10kg aufwärts beschritten werden sollen, sollte es dementsprechend mindestens eine 20.000er Wassersäule, in Kombination mit einer dreilagigen Jacke sein. Alle Wassersäulen darunter sind eher für Tagestouren empfehlenswert, da hier nur leichte Rucksäcke zum Einsatz kommen, und man dem Regen ohnehin nicht lange ausgesetzt ist.

Schon gewusst? Offiziell spricht man in Deutschland bereits bei einer Wassersäule von 1000 von wasserfest!

Wie viele Lagen sollte die Jacke haben?

Nicht nur, dass sich der Hardshell-Markt in Membran-Jacken und PU-Jacken unterteilt, auch bei den Lagen gibt es gravierende Unterschiede, die du unbedingt während deines Kaufes miteinbeziehen solltest.

Grob formuliert, kann man bei der Suche dabei nach folgender Faustformel vorgehen:

 

  • 2-Lagen-Jacken: Die zweilagigen Jacken sind die eindeutig schwersten Jacken und werden daher entweder für den reinen städtischen Gebrauch, oder für sehr leichte und nicht anspruchsvolle Outdoor-Erlebnisse konzipiert. Meistens weisen diese Jacken ein schlechteres Packmaß und Eigengewicht auf, weil man weiß, dass diese Jacken für harte Einsätze sowieso nicht gemacht sind. Auch eine Unterarmbelüftung findet man nur selten. Dafür sind die Preise recht niedrig, sodass gerade Neulinge schnell in der Outdoor-Welt fußfassen und eine Jacke von namhaften Herstellern günstig ergattern können.

 

  • 2,5-Lagen-Jacken: Die zweieinhalblagigen Jacken sind für Rucksäcke unter 8 kg konzipiert worden. Sie weisen eine hohe Atmungsaktivität auf, lassen sich meist auf eine kleine und leicht zu verstauende Kugel komprimieren und haben dementsprechend auch ein sehr geringes Eigengewicht. Leichte, aber dennoch anspruchsvolle Wandertouren lassen sich mit ihnen perfekt bewältigen. Die Preise gestalten sich hier schon etwas höher.

 

  • 3-Lagen-Jacken: Die dreilagigen Jacken kann man durchaus als „Hardshell-Championsleague“ bezeichnen. Touren, mit einem Rucksackgewicht von 8 kg aufwärts werden auch über mehrere Monate hinweg durch die widerstandsfähige und abriebrobuste Machart zum Kinderspiel. Selbst extrem schwere Rucksäcke über 15 kg können mit vielen dreilagigen Modellen getragen werden, ohne dass es zu Auflösungserscheinungen kommt. Durchschnittlich muss man hier, zumindest bei Angeboten der namhaften Hersteller, mit einem Anfangspreis von mindestens 200 – 300 Euro rechnen. Einmal so viel investiert, werden die Jacken aber zu einem jahrelangen und äußerst zuverlässigen Partner, im „Kampf“ gegen Regen und Wind.

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