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Die Urform des Angelns: die wichtigsten Infos über das Ansitzangeln

durch Philipp Bugert auf October 01, 2019

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Wenn man sich von allen bestehenden Angelmethoden, für die mit Abstand ursprünglichste und älteste aller Methoden entscheiden müsste, dann würde bei den meisten Angelfreunden wohl die Wahl auf das Ansitzangeln fallen. Es ist keineswegs übertrieben oder an den Haaren herbeigezogen, wenn man das Ansitzangeln als Urform des Angelns bezeichnen würde. Mit Hilfe von Pose- oder auch Grundmontage legt der Angler dabei seine Rute aus und beobachtet daraufhin das Treiben im Wasser mit aller nur erdenklicher Geduld. Die Silbe „Sitz“ kann für jemanden der nicht vom Fach ist dabei ziemlich verwirrend sein und oftmals dafür sorgen, dass falsche Rückschlüsse entstehen. Selbstverständlich kann man das Ansitzangeln auch im Stehen ausüben und ist dabei nicht an den mitgebrachten Stuhl gebunden. Wolfgangs schaut für euch genauer hin und fasst zusammen, worauf es beim Ansitzangeln am meisten ankommt und welche Tipps man unbedingt befolgen sollte.

Ansitzangeln - der Geruch des Köders

Vergleicht man das Ansitzangeln mit dem Spinnfischen, so fällt einem direkt auf, dass sich das Spinnfischen vor allem durch die aktive Bewegung von Wobbler, Blinker oder Spinner auszeichnet. Beim Spinnangeln handelt es sich somit um die eindeutig bewegungsintensivere Methode. Beim Ansitzangeln muss man sich nicht selber auf die Suche nach dem Fisch begeben, sondern vielmehr kommt der Fisch durch den Geruch oder das Zappeln des Wurms von selbst zum Angler. Ansitzangeln bedeutet also im selben Atemzug, dass man sich für das Angeln mit Naturködern entscheidet. Der größte Bewegungsakt ergibt sich beim Ansitzangeln allenfalls, wenn man auf Grund von mäßigem Erfolg selber aktiv werden muss und anfüttert.

Die Ausrichtung der Montage

Ein wichtiger Punkt beim Ansitzangeln ist die Ausrichtung der Montage. Nur wenn die gewählte Montage auch zu der eigenen Angelrute und zum Zielfisch passt, kann man sich auch sicher sein, dass der Erfolg hinterher gegeben ist. Nicht jeder Fisch ist gleich und von daher muss man auch immer berücksichtigen, dass verschiedenartige anatomische Merkmale zu tragen kommen. Auch das Verhalten der jeweiligen Fischarten kann durchaus variieren. Eine gut ausgerichtete Montage sollte, wenn möglich all dies berücksichtigen, um den Fisch zu einem Biss zu animieren. Hat man die Montage einmal ins kühle Nass ausgeworfen, verbleibt sie beim Ansitzangeln dort in der Regel eine ganze Weile. Vor allem zwei Montage-Arten erfreuen sich beim Ansitzangeln einer großen Beliebtheit. Dabei handelt es sich um Grundmontagen und Posenmontagen.

Die Posenmontage ist dabei eine sehr geläufige Variante, die selbst Nicht-Anglern durch Bildern sehr bekannt ist. Die auf dem Wasser schwimmende Pose ist flächendeckend zu einem Sinnbild des Angelns geworden. Sie zählt zu einem der entscheidendsten Hilfsmittel und dient unter anderem als schnell erkennbarer Bissanzeiger.

Bei der Grundmontage hingegen, geht man dem Ganzen wortwörtlich auf den Grund – also man angelt nach Fischarten, die sich die meiste Zeit in Bodennähe aufhalten. Vor allem Raubfische und Friedfische können auf diese Art und Weise hervorragend an Land gezogen werden.

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Viele verschiedene Zielfischarten

Man kann sich während des Ansitzangelns auf viele verschiedene Zielfischarten freuen. Auf Seiten der Friedfische ist es keine Seltenheit, dass man mal Rotaugen oder Rotfedern am Haken hat, doch auch Brassen, Karpfen und Barben können sich durchaus mal in Richtung Angelhaken verirren.  

Mit ein wenig Feinjustierung hinsichtlich des verwendeten Köders, kann man sicherlich auch gut dafür sorgen, dass Barsche, Zander oder sogar Hechte gierig auf den Haken schielen. Vor allem die Größe des Köders sollte mit Hinblick auf diesen Plan angepasst werden.

Vergessen sollte man beim Ansitzangeln auf keinen Fall die Forellen, die gerne mal an einem schmackhaften Bienenmaden-Köder naschen. Auch bei Forellenteig sind sie tendenziell nicht abgeneigt und können der Versuchung nicht wiederstehen. Zudem können auch Welse und Lachse zu den Zielfischarten des Ansitzangelns hinzugezählt werden. Mit einem großen und saftigen Wurmbündel macht man sich bei den Welsen bestimmt schnell gute Freunde. Wie du siehst, werden sich dir zukünftig eine Menge Möglichkeiten bieten.

Die passende Ausrüstung fürs Ansitzangeln

Man kann beim Ansitzangeln größtenteils auf die Ausrüstungszusammenstellung eines klassischen Camping-Urlaubs setzen kann. Wichtig ist jedoch vorab immer ausgiebig genug zu beleuchten, ob es sich um einen Tagesansitz oder einen Nachtansitz handeln wird. Vor allem bei der zweiten Variante ist es nämlich zwingend erforderlich, dass man über diverse unabdingbare Ausrüstungsgegenstände verfügt und Vorbereitungen trifft. Selbstverständlich gehört eine sichere Aufbewahrung der Ausrüstungsgegenstände wie immer ebenfalls dazu. 

Vergiss keineswegs einen guten Mückenschütz oder ein Mückennetz mitzunehmen, da besonders bei Nacht von einer erhöhten Mückenaktivität auszugehen ist. Entscheidest du dich für die Anwendung eines Mückensprays, dann versuche, wenn möglich deine Kleidungsstücke bereits Zuhause damit zu behandeln. Der Geruch könnte am Wasser dafür sorgen, dass die Fische sich aus dem Staub machen und deine Fangabsichten sich in Luft auflösen.

Zelt, Liege, Schirm, Schlafsack und Co. runden das Profil perfekt ab und sorgen dafür, dass du auch über Nacht eine angenehme Schlaf- bzw. Raststätte aufsuchen kannst. Ein höheres Zeltmodell kann vor allem sehr vorteilhaft sein, wenn du den Fisch schnell drillen musst. Bei höheren Varianten gestaltet sich dies spürbar einfacher und du lässt dem Fisch weniger Chancen sich wieder davonzustehlen. Geeignete Regenschutzkleidung sorgt dafür, dass du dich auch bei schlechtem Wetter deinem Hobby widmen kannst.

Ruten fürs Ansitzangeln

Auch bei der Auswahl der passenden Rute ist es wichtig sich stets vor Augen zu führen, welchen Fisch man überhaupt fangen möchte. Bei kleineren Friedfischen ist es beispielsweise empfehlenswert auf eine Stipprute zu setzen. Möchte man hingegen auf Karpfen angeln, dann sollte man zwingend eine anständige Karpfenrute dabei haben. Versuche dich frühzeitig mit den am Angelspot vorherrschenden Fischarten zu befassen und deine eigenen Fangabsichten ebenfalls miteinzubeziehen. Anhand dessen solltest du dich nach einer geeigneten Rute umschauen bzw. diese von Zuhause aus mitnehmen. Jetzt noch den Rutenhalter eingepackt und schon kann das Ansitzangel-Vergnügen beginnen.

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