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Tarnung zur Jagd – so verschmilzt du beim Jagen perfekt mit der Natur

durch Philipp Bugert auf July 26, 2019

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Immer öfter kann man in Jagdgeschäften unserer Region beobachten, dass die dort angebotene Kleidung einen Camouflage-Anstrich besitzt. Das aufzufindende Angebot spricht eine deutliche Sprache und zeigt selbst unerfahrenen Jägern schnell auf, wie wichtig eine Tarnung für den Jagderfolg sein kann.

Bei traditionelleren Jägern eher noch zur unbeliebten und verschmähten Kleidungsrichtung zugehörig, erfreuen sich Camouflage-Artikel und andere Tarnkleidungsstile auf der Gegenseite jedoch immer größerer Beliebtheit. Zu offensichtlich sind einfach die Vorteile im Gelände. Die Optik funktioniert speziell in den mitteleuropäischen Wäldern hervorragend, aber auch bei einem Jagdausflug nach Kanada würde sich diese Farbgebung selbstverständlich hervorragend anbieten. Sie macht genau das, was man in Aussicht hatte – man verschmilzt nahtlos mit den grünen und braunen Tönen des Waldes und kann indes die volle Konzentration seinem Jagd-Ziel widmen. Dieses nimmt im besten Fall das eigene Erscheinungsbild nicht wahr und präsentiert sich dementsprechend als ruhiges Ziel.

Tarnmuster auf Verwendung abstimmen

Der Camouflage-Look ist lediglich eine Option im breitgefächerten Tarnkleidungs-Segment. Es geht nicht darum sich für einen generellen Tarnungsstil zu entscheiden, sondern auf alle Terrains jeweils mit dem Passenden reagieren zu können. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, gibt der Markt viele ausgereifte Modelle her, die in ihrem jeweiligen Anwendungsgebiet zu überzeugen wissen. Zu beachten sei dabei, dass die Farbgebung nicht immer zu hundert Prozent mit dem Erscheinungsbild des Jagdreviers übereinstimmen muss. Es geht zwar darum die Farbpalette gut einzufangen und diese Richtung in etwa einzuschlagen, jedoch könnte eine zu perfekte Tarnung auch das Gegenteil bewirken und nicht mit den restlichen Umgebungsobjekten harmonieren. Achte immer darauf, dass deine Kleidung weder zu hell noch zu dunkel erscheint. Durch diese Herangehensweise werden auffällige Kontraste und vor allem unscharf wirkende Kurven vermieden.

Beim Pirschen, aber auch bei der Lock- und Drückjagd eignet sich Tarnkleidung hervorragend. Auch am Ansitz bzw. Anstand kann man von den „unsichtbar“ machenden Eigenschaften durchaus profitieren. Auch das zu bejagende Tier sollte während der Kleidungszusammenstellung berücksichtigt werden. Verschiedene Schwächen des Tieres können so ausgenutzt werden und zu einer erfolgreichen Jagd führen.

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Schalenwild hat beispielsweise enorme Schwierigkeiten Farben gut zu erkennen. Die Farbe rot ist für diese Tiere kaum wahrnehmbar. Blau hingegen kann von ihnen fantastisch wahrgenommen werden. Ein Reh erkennt bei den Farben Rot und Blau wiederum nur Graustufen und kann diese nicht großartig voneinander differenzieren. Diese kurzen Auszüge aus den Blickwinkeln einiger Tiere zeigen ausdrucksstark, dass man kleidungstechnisch eine Jagd in eine erfolgreiche Richtung lenken kann.  

Auf akustische Tarnung achten

Eine Tarnung ist nicht nur etwas, was man sich schnell überziehen kann, auch wenn die meisten bei diesem Begriff sicherlich nur an eine Kleidung denken würden. Vielmehr spielt auch die akustische Tarnung während einer Jagd eine entscheidende Rolle. Haarwildarten beispielsweise haben ein hervorragendes Hörvermögen und nehmen selbst kleinste akustische Signale wahr. Die Ursprünge von Geräuschen können sie erstklassig und zielsicher einordnen. Für den Jäger heißt dies im schlimmsten Falle, dass die Arbeit bis zu diesem Zeitpunkt hin völlig umsonst war. Das Jagd-Ziel macht sich schnell aus dem Staub und lässt einen verdutzten Jäger zurück.

Um dieses Szenario möglichst zu vermeiden, ist es wichtig auf alle geräuscherzeugenden Quellen acht zu geben und diese, wenn möglich, auszuschalten. Dazu gehören unter anderem Metalloberflächen, die man perfekt mit Filz oder auch Gummi auskleiden kann. Speziell für die Jagd angefertigte Kleidung sorgt zusätzlich dafür, dass keine raschelnden Geräusche entstehen. Weiche Sohlen haben den Vorteil, dass keine knarzenden Geräusche erzeugt werden, weil sie auf dem Untergrund einfach besser nachgeben und der Fuß gut abrollen kann. Patronen, Schlüssel oder auch Feuerzeuge sollten nicht in der Hosentasche transportiert werden, sondern schallabsorbierend im Rucksack gelagert werden. Eine ausgiebige Begutachtung des eigenen Equipments könnte vor Jagdbeginn ein weises Mittel sein. Auf diese Weise lassen sich akustische Feinjustierungen an der Jagdausrüstung vornehmen und man ist auf leisen Sohlen unterwegs.

Geruchsneutrale Tarnung während der Jagd

Die Nase tarnt mit! Die Tatsache, dass Bären über weite Entfernungen hinweg selbst Gerüche wie Zahnpasta wahrnehmen können und durch diese angelockt werden, spiegelt deutlich wider, wie ausgeprägt der Geruchssinn einiger Tiere ist. Keinesfalls ist damit nun gemeint, dass du dich bei deiner nächsten Jagd mit Zahnpasta einschmieren sollst, um auf diese Weise deine Wunschtiere anzulocken. Ganz im Gegenteil! Versuche, wie bei der Kleidung und bei den Geräuschen zuvor bereits thematisiert, auch bei den Gerüchen nicht all zu sehr aufzufallen und dir somit einen Vorteil zu erspielen.

Auf parfümfreie Waschmittel sollte zwingend geachtet werden. Zudem gilt dies auch bei Weichspülern und Seifen. Mit geruchsblockenden Mitteln kann man zudem sicherstellen, dass während einer anstrengenden Jagd keine Körperausdünstungen wie Schweiß an die Hautoberfläche gelangen. In vielen Jagdrevieren sind die Tiere zwar an die vertrauenswürdigen Gerüche von Menschen größtenteils gewöhnt, jedoch ist ein noch unscheinbareres Vorgehen sicherlich nicht verkehrt.

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Geruchsblocker sind auch für Kleidung erhältlich und gehen dem gleichen Prinzip nach, wie man es von einem Deoroller kennt. Sogar bei der Besohlung der Schule sind Unterschiede zu erkennen. So nehmen Gummisohlen weniger Gerüche vom Untergrund auf als es bei Ledersohlen der Fall ist. Verschleppte Fremdgerüche gestalten sich während des Pirschgangs somit nicht allzu dramatisch, wenn das richtige Schuhwerk gewählt wurde. Versuche all dies während deiner nächsten Jagd zu berücksichtigen und achte ebenfalls auf die Windrichtung. Windwalzen sind in der Lage Gerüche schnell zu transportieren und können deine Tarnung auffliegen lassen.

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