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Das Schlafzimmer im Rucksack – darauf kommt es bei einem guten Zelt an

durch Philipp Bugert auf August 20, 2019

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Was macht einen kurzen Ausflug in die Natur eigentlich für so viele begeisterte Menschen so einzigartig und erstrebenswert? Vor allem für Personen, die mit solchen Outdoor-Erlebnissen persönlich kaum bis gar keine Erfahrung haben, ist die von Freunden und Bekannten entgegenpreschende Liebe zu Naturaktivitäten meist ein großes Rätsel, welches Fragen aufwirft. Und, woran liegt es denn nun? Sind es die Berge, die Wälder und die zahlreichen frischen Wiesen? Oder ist es einfach die Stille, die in vielen unberührten Teilen der Natur öfters zum Vorschein kommt und sich beruhigend auf den gesamten Körper und Geist auswirkt? Spielt vielleicht auch der sportliche Aspekt eine tragende Rolle, oder hat es doch eher etwas mit der Tierwelt zu tun?

Die Gründe, warum man sich in die Natur begibt und seine Komfortzone für einen gewissen Zeitraum verlässt, können pauschal nicht so leicht und personenübergreifend benannt werden. Eine Gemeinsamkeit lässt sich jedoch nahezu immer erkennen – der Mensch strebt nach Freiheit!

Da verweilen, wo man verweilen möchte

Das Wort Freiheit beinhaltet für viele Outdoorgänger die Tatsache, dass man jeden Abend aufs Neue in der Lage dazu ist auszusuchen, wo man die nächste Nacht genau verbringen will. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, ist ein gutes und hochqualitatives Zelt unerlässlich. Auf diese Weise hat man sein mobiles Schlafzimmer immer im Rucksack parat und kann es in wenigen Minuten inmitten der Natur herbeizaubern. Einfach innehalten und da verweilen, wo man verweilen möchte! Wolfgangs verrät dir in folgendem Beitrag, worauf es bei der Auswahl des passenden Zeltes besonders ankommt.

Größe des Zeltes - eine Frage der Gegebenheiten

Aller Anfang ist schwer und während man sich so nach einer neuen Outdoor-Schlafstätte im Geschäft seines Vertrauens umschaut, kommt einem die Frage nach der Zeltgröße meist als erstes in den Kopf geschossen. Viele diverse Faktoren entscheiden darüber, wie groß das Zelt sein sollte. Es ist wichtig, dass man diese einzelnen Punkte vorab hell genug beleuchtet, um daraufhin die passende Kaufentscheidung zu treffen.

Bist du allein unterwegs, zu zweit oder mit mehreren Personen? Geht es auf eine ausgiebige Hiking- oder Bushcrafting-Tour, oder nur zum nächstgelegenen Zeltplatz? Trägst du das Zelt über einen längeren Zeitraum im Rucksack, oder wird die gesamte Fracht sowieso mit dem Auto befördert? All diese Fragen sollten mit Bedacht und sehr ehrlich beantwortet werden, damit man hinterher keine Fehlkäufe riskiert.

So sollte man als Einzelperson, die ihr neues Zelt den gesamten Zeitraum hinweg im Rucksack trägt, eher auf eine leichte bis ultraleichte Version zurückgreifen, die von der Größe her auch nur auf eine Person ausgelegt ist. Jedes unnötige Gramm auf den Schultern birgt im Gelände die Gefahr, dass die Schweißperlen in Strömen deine Stirn hinabfließen und deinen Rücken, deine Knie und deine Füße in Mitleidenschaft ziehen werden.

Auf dieses eher teurer anzusiedelnde Ultraleicht-Equipment kannst du selbstverständlich verzichten, wenn du das Zelt lediglich für sporadisch stattfindende Zeltplatz-Ausflüge benötigst und das gesamte Material sowieso im Auto gelagert wird. In diesem Szenario würde ein normalpreisliches und -gewichtiges Zelt völlig ausreichend sein. Auch auf eventuellen Stauraum für den Backpack muss dann nicht geachtet werden, wenn ein Auto als Lagerplatz dienen kann.

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Einwandiges oder zweiwandiges Zelt?

Als ob diese bösen Zelthersteller es einem nicht schon schwer genug machen würden, musst du dich nun auch noch zwischen ein- und zweiwandigen Modellen entscheiden. Wir können dir an dieser Stelle jedoch versichern, dass diese Auswahl sich gar nicht so schwer gestaltet, wie du es dir anfangs sicherlich vorgestellt hast. Vielmehr gilt es die diversen Vorteile der Varianten zu kennen und dann zu entscheiden, welche für die eigenen Zwecke mehr Übereinstimmungen bieten.

Einwandige Zelte lassen sich auf Grund des simplen Aufbaus vor allem bei regnerischem Wetter schnell aufbauen, sodass du dich daraus resultierend schnell ins trockene verkrümeln kannst. Außerdem trumpfen sie meist mit einer leichteren Machart auf. Punktabzüge gibt es dann jedoch meistens bei der Isolierung. Nur eine Wand zu haben bedeutet zeitgleich, dass man direkten Kontakt zu kalten und warmen Lufteinflüssen hat. Dies kann sich im Innenleben bemerkbar machen. Auch Kondenswasser kann bei dieser Machart leichteres Spiel haben, wenn kleine Durchlüftungsschlitze fehlen.

Zweiwandige Zelte sind wahre Luftzirkulations-Profis, da hier vergleichsweise eben kein direkter Kontakt nach außen zustande kommt. Wenn es im Sommer sehr heiß draußen ist, kann man zudem das Außenzelt einfach abnehmen und die funkelnden Sterne am Horizont beobachten. Dies alles nimmt natürlich an anderer Stelle auch wieder Komfortpunkte in Anspruch, denn besonders im Regen gestaltet sich der Aufbau oftmals schwieriger. Die Stangenkonstruktion verschluckt mehr Zeit und ist dafür verantwortlich, dass die Füße im Fall der Fälle noch etwas länger im Regen zappeln müssen.

Wassersäule beim Zelt entscheidend

Die Frage, ob eine Wassersäule bei einem Zelt wirklich entscheidend ist, kann nur mit einem souveränen Jaein beantwortet werden. Viele glauben bei einer Wassersäule, dass ein höherer Wert automatisch mit einer höheren Wasserbeständigkeit einhergeht, doch genau dies ist ein sehr tückischer Fehlglaube.

Als Wassersäule bezeichnet man eine standardisierte Mess-Norm, mit der man bestimmt, wie beständig und robust ein gewisses Material gegenüber Wasser ist. Dabei wird dem besagten Material eine Säule aufgesetzt und diese im Anschluss mit Wasser befüllt. Wie an einem Zollstock, lassen sich an dieser Säule bestimmte Messwerte erkennen, um hinterher ablesen zu können, bei welcher Füllmenge das Wasser erstmals durchs Material tritt. Die Wassersäule wird in diesem Moment bestimmt und niedergeschrieben. Hat ein Zelt eine Wassersäule von 20.000 bedeutet dies somit nur, dass bei einem Druck von 20.000 mm pro Quadratmeter, das Wasser erstmals durchdringen wird.

Viele vergessen an dieser Stelle nur, dass der Druck bei einem Zelt größtenteils keine Rolle spielt. Wenn das Zelt einmal steht, wirken keine äußeren Einflüsse auf die Wände ein. Eine solch hohe Wassersäule ist bei einem Zelt somit nicht notwendig. Da viele Interessierte jedoch diese hohen Wassersäulen unter anderem aus der Hardshell-Jacken-Abteilung kennen, gehen sie davon aus, dass dies auch bei einem Zelt notwendig ist, um trocken zu bleiben. Die Jacken müssen sich jedoch gegen viel größere Belastungen und Einflüsse durchsetzen – Stöcker, Gebüsche, Regen, Dornen und vor allem reibende und schwerbepackte Rucksäcke verlangen den Jacken alles ab. Ohne eine hohe Wassersäule würde sich die Jacke durch diese hohe Belastung und Reibung schnell an einigen Stellen auflösen.

Das Hauptaugenmerk sollte somit bei einem Zelt vielmehr auf einer hohen Bodenwassersäule liegen, da hier der Körperdruck bewältigt werden muss. Beim Liegen oder Knien beispielsweise, ist es wichtig, dass man zum Boden hin einen ausreichenden Support hat. Auf diese Weise kann das Wasser auch bei einer hohen Beanspruchung nicht ins Innere des Zeltes gelangen und du kannst die Vorzüge eines Naturaufenthaltes in aller Ruhe und vor allem trocken genießen.

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