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Beim Wildcampen einen guten Zeltplatz finden - darauf kommt es an

durch Philipp Bugert auf November 15, 2019

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Eben kurz das Zelt aufschlagen und fertig. Betrachtet man das Aufbauen eines Zeltes als Aufgabe an sich, dann kann man definitiv pauschal sagen, dass sicherlich jeder früher oder später dazu in der Lage ist seine Schlafstätte für unterwegs eigenständig zu errichten. Die Übung macht hier den Meister und man wird meistens bereits nach wenigen Tagen im Gelände feststellen, dass das Aufrichten des Zeltes immer zügiger vonstattengeht. Wenn man die Eigenheiten des Zeltmodells nach mehrmaliger Nutzung langsam verinnerlicht hat und auch die anfangs schwierigen Stellen des Aufbaus federleicht von der Hand gehen, dann weiß man, dass der Aufbau fortan keine wirkliche Hürde mehr darstellen wird. Leider wissen nur die wenigsten Outdoor-Gänger, dass die Planungsphase schon viel früher hätte anfangen müssen, um eine gute und sichere Nacht zu gewährleisten.

Zelten - das beschreibt eben nicht nur den reinen Aufbau eines mit Stangen befestigten, beschichteten Gewebestoffes, sondern vielmehr erfordert es bereits im Vorfeld vollste Konzentration während der Platzsuche. Egal, wie gut und sicher das Zelt auch steht, wenn der Camp-Spot nicht sorgfältig und mit Bedacht gewählt wurde, dann kann auch das teuerste Zeltmodell einen nicht vor einer ungemütlichen Nacht bewahren. Wolfgangs schaut genauer hin und zeigt dir, welche Voraussetzungen dein Zeltplatz beim Wildcampen unbedingt erfüllen sollte und wie du ihn findest.

Abstand zum Wasser einhalten

Die Nähe zum Wasser ist mit Hinblick auf die Notwendigkeit des kühlen Nasses natürlich eine tolle Sache, bedenke jedoch, dass ein zu geringer Abstand beim Zelten auch negative Züge aufweisen kann. Versuche während der Suche des perfekten Zelt-Spots darauf zu achten, dass eine hochwertig wirkende Wasserquelle schnell fußläufig erreichbar ist. Stelle im selben Atemzug aber ebenfalls sicher, dass du das Zelt nicht in unmittelbarer Nähe des Wassers aufbaust.

Das größte Problem ist, dass man die Kraft des Wassers während der Nacht einfach zu schlecht beobachten und einschätzen kann, als dass man es riskieren könnte sein Lager direkt daneben aufzuschlagen. Flüsse können schnell mal einen höheren Wasserstand entwickeln und wenn es die Nacht über regnet, kann auch dies den Pegel spürbar beeinflussen. Gehe nicht das Risiko ein mitten in der Nacht von Wasser überrascht zu werden und dich in einem mit Wasser vollgelaufenen Zelt wiederzufinden. Wir wissen, dass das Rauschen des Wassers vorm Schlafengehen eine entspannende Angelegenheit ist, jedoch sollte die Sicherheit immer im Vordergrund stehen. Wenn du einmal in die Situation gekommen bist, dich inmitten der Natur mit komplett nassen Sachen und triefendem Equipment wiederzufinden, dann weißt du, dass das Hauptaugenmerk beim nächsten Mal unbedingt auf der Zeltplatzsuche liegen sollte.

Beachte zudem, dass die Nächte im Zelt viel kälter sind, wenn du direkt am Wasser schläfst. Die Kühle des Wassers kann im Sommer zwar ganz angenehm sein, in der Regel kann man jedoch sagen, dass man mit dieser Standortbestimmung mehr Nachteile hat. Die Umgebungsluft wird durch das Wasser in unmittelbarer Nähe heruntergekühlt, sodass sich dies auch im Inneren deines Zeltes bemerkbar machen würde.

Behalte deine unmittelbare Umgebung im Blick

Es ist wichtig, dass du die unmittelbare Umgebung des potenziellen Zeltplatzes beim Wildcampen vorab detailliert kontrollierst, um auf diese Weise sicherstellen zu können, dass keine Gefahren auf dich lauern. Selbstverständlich ist der kleine Radius ums Zelt herum am wichtigsten, jedoch sollte man zur reinen Absicherung auch das umherliegende Gebiet kurz inspizieren.

Bäume liefern uns während eines Outdoor-Ausflugs die perfekte Kulisse, die Seele unbeschwert baumeln lassen zu können. Wie schön die blätterbedeckten Riesen auch sein mögen, so können viele von ihnen jedoch als potenzielle Gefahrenquelle betrachtet werden. Vor allem leicht umgeknickte und von Wind und Wetter hart zugesetzte Exemplare könnten mit der Zeit umstürzen und dich während der Nacht erwischen. Blicke lieber einmal zu viel auf die Bäume, die dich umgeben. In der Regel kann man die sicheren Bäume sehr schnell von den unsicheren unterscheiden, sodass diese Kontrollmaßnahme auch nicht viel Zeit verschlingt. Das Gleiche gilt für Äste, die sich ggf. über deinem Zelt befinden. Achte auch hier auf den Zustand des Baumes und entscheide anhand der gewonnenen Erkenntnisse, ob sich der Aufbau des Zeltes an dieser Position vereinbaren lässt. Auch herunterstürzende Äste können zu einer Bedrohung werden.

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Achte auf die Bodenbeschaffenheit

Der Boden spielt während der Suche eines geeigneten Zelt-Spots auf verschiedenste Art und Weisen eine tragende Rolle. Viele Personen schauen lediglich darauf, ob es sich bei dem anvisierten Zeltplatz um eine einigermaßen freiliegende Stelle handelt, die nicht mit Blättern oder Kieselsteinen bedeckt ist. Zwar sind auch diese Punkte wichtig, jedoch sollte man sich gerade mit Hinblick auf die anstehende Übernachtung noch weitere Punkte vor Augen führen.

Versuche dir vorab folgende Fragen zu stellen:

 

  • Lassen sich die Heringe gut im Boden befestigen?
  • Weist der Boden große und spürbare Wurzeln auf?
  • Weist der Boden spitze Steine oder Kanten auf, die sich nicht entfernen lassen?
  • Ist der Untergrund grade, oder ist eine deutliche Schieflage zu erkennen?
  • Ist der Boden zu weich, oder kann ich absacken?

All diese Fragen sollten ehrlich beantwortet werden und wenn die daraus gewonnenen Erkenntnisse dem Zeltplatz kein gutes Resultat bescheinigen, sollte man sich über einen Platzwechsel Gedanken machen, wenn es die Zeit oder die Situation denn zulässt.

Die Heringe müssen gut im Boden befestigt sein, damit das Zelt genug Halt hat und sich im Falle von Regen und Wind durchsetzen kann. Steht ein Teil des Zeltes beispielsweise nicht unter ausreichender Spannung, kann es bei einsetzendem Regen passieren, dass sich nach einer Weile Wassermulden auf dem Zelt bilden, da das Wasser nicht abfließen kann. Daraus kann ein Durchdringen des Wassers ins Zeltinnere zustande kommen, was wiederum bedeutet, dass das gesamte Equipment eventuell Gefahr läuft nass zu werden.

Ein wurzeliger oder steiniger Untergrund kann hingegen für die Ausrüstung und den Rücken zu einer waschechten Last werden. Wer glaubt, dass man derartige Unebenheiten unter der aufgepumpten Matratze nicht spürt, der wird in vielen Fällen eines Besseren belehrt. Zudem können die spitzen Ecken und Kanten das Material von Zelt und Matratze stark strapazieren oder sogar zerstören. Auch, wenn viele Produkte der Outdoor-Welt mit einer unglaublichen Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einwirkungen versehen worden sind, bringt ein spitzer Stein ein aufgeblasenes Kissen oder eine Matratze dennoch schnell zum Platzen. Hinzu kommt, dass durch derartige Ausgangslagen und Geschehnisse an eine erholsame Nacht kaum zu denken ist. Tage in der Natur dauern meist lange an und sind sehr kräfteraubend. Nur eine erholsame Nacht kann gewährleisten, dass man sein langes Abenteuer in der Natur am nächsten Tag gut fortführen kann.  

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